Richtkranz krönt UKL-Institut für Transfusionsmedizin

Pressemitteilung vom 13.12.2012
Älteste Blutspende Deutschlands erhält neues DomizilLeipzig. Mit dem Richtfest feierte das Universitätsklinikum Leipzig heute die Fertigstellung des Rohbaus des Instituts für Transfusionsmedizin. Das denkmalgeschützte Gebäude wird seit Herbst 2011 in einer 7,8 Millionen teuren Sanierung architektonisch behutsam zu einem hochmodernen Spendezentrum für den zweitgrößten universitären Blutspendedienst Deutschlands ausgebaut.
Bild vergrößern Richtfest am Sanierungsbau an Deutschlands ältester Blutspende am Universitätsklinikum Leipzig. Foto: Stefan Straube/UKL  


Bis zum Spätsommer des kommenden Jahres entstehen in der Johannisallee 32 auf 2500 Quadratmetern Nutzfläche neue Räume für die Blutspende, moderne Labore sowie die neue Gewebebank des UKL. Über 80 Mitarbeiter werden in dem Institut, das mehr als 25.000 Spender betreut, verbesserte Arbeitsbedingungen vorfinden.


„Damit können wir auch die längst überfällige Zusammenführung der bisher 8 Kilometer voneinander entfernten zwei Standorte des Instituts endlich umsetzen", freute sich Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Vorstand am Universitätsklinikum Leipzig. Er dankte allen Baubeteiligten für ihren Einsatz. „Es sind viele Köpfe und Hände notwendig, um einen solchen Bau entstehen zu lassen, der auch eine hohe Flexibilität für künftige Anforderungen bietet", so Zimmer. „Dass dies hier sehr gut gelingen wird, lässt schon der Rohbau erahnen."


Gut 100 Gäste, darunter vor allem die Mitarbeiter der bauausführenden Firmen, konnten anlässlich des Richtfestes schon einen ersten Blick in den Bau werfen. Besondere Aufmerksamkeit zog die Innenraumgestaltung auf sich: Aus dem ehemaligen Hörsaal des Klinikgebäudes sind zwei Geschossetagen entstanden, die über ein rundes offenes Oberlicht verbunden sind und den Blick auf eine sogenannte Dachlaterne freigeben.


Unter diesem zentralen Element werden sich künftig die Spendeplätze der Blutbank gruppieren. „Wir freuen uns, allen Spendern, aber auch unseren Mitarbeitern hier künftig komfortable und zukunftsweisende Bedingungen bieten zu können", sagte Prof. Dr. Gert Matthes, Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Zudem freue es ihn besonders, dass die Transfusionsmedizin nun genau in das Gebäude zurückkehrt, in welchem vor fast 80 Jahren in Leipzig die erste organisierte Blutspende in Deutschland gegründet wurde.


Das Institut ist einer der größten Blutspendedienste der Region und versorgt außer den Einrichtungen des Universitätsklinikums Leipzig weitere Krankenhäuser des Regierungsbezirks Leipzig. Jährlich werden hier mehr als 120.000 Blutkonserven hergestellt und mehr als 60.000 Blut- und Plasmaspenden entgegengenommen.


Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.