Universität ehrt Prof. Dr. med. Wolfgang Dürwald zu dessen 80. Geburtstag

Pressemitteilung vom 12.01.2004
Mit einem rechtsmedizinischen Symposium ehrt die Universität Leipzig Prof. Dr. med. Wolfgang Dürwald, der am 13. Januar 2004 seinen 80. Geburtstag beging. Auf einem Symposium werden namhafte Experten aus ganz Deutschland erwartet.
Zeit 23. Januar 2004
Ort Institut für Rechtsmedizin, Johannisallee 28

Grußworte sprechen Prof. Werner Johann Kleemann, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Leipzig, Prof. Alexander Hemprich, Mitglied des Dekanatskollegiums der Medizinischen Fakultät und Prof. Wolfgang Eisenmenger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin. Es folgen Vorträge zu Fachthemen. Über "Gerichtsmedizin in und um Leipzig - 1945 bis 1990" spricht Dr. Friedrich Herber. "Zu rechtsmedizinischen Untersuchungen bei Eisenbahnunfällen" referiert Günther Holzhausen. Der "Entwicklung der forensischen Stomatologie" widmet sich Dr. Klaus Rötzscher. "Ärztliche Behandlungsfehler aus rechtsmedizinischer Sicht" erörtert Prof. Wolfgang Eisenmenger und "Zur Entwicklung der forensischen Serogenetik" spricht Dr. Rüdiger Lessig. Die Laudatio auf den Jubilar Prof. Dr. med. Wolfgang Dürwald hält Prof. Rudhard Klaus Müller.
Dürwald studierte in Jena Medizin, nach Stationen in Berlin und Rostock nahm er 1961 seine Tätigkeit an der Universität Leipzig mit der Ernennung zum Ordinarius des Leipziger Instituts für Gerichtsmedizin auf. Während seiner 28-jährigen Amtszeit führte er das Institut zu einer international angesehenen Einrichtung. In der Zeit des Ordinariats war er außerdem als Prodekan und Dekan der Medizinischen Fakultät sowie als Prorektor der Universität Leipzig tätig. Darüber hinaus übernahm er Verpflichtungen in verschiedenen Gesellschaften, so als Vorsitzender der Gesellschaft für Gerichtliche Medizin und als Vizepräsident der Internationalen Akademie für gerichtliche und soziale Medizin. Seit 1978 ist er ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.

Dürwalds wissenschaftliche Tätigkeit widmete sich unterschiedlichsten Themen der Gerichtsmedizin. Insgesamt hat er mehr als 250 Vorträge und Publikationen sowie mehrere Lehrbücher und Buchbeiträge zu verschiedenen Themenbereichen der gerichtlichen Medizin erarbeitet. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement als Institutsdirektor bei der Untersuchung von Massenkatastrophen - so zum Beispiel in Langenweddingen, Königswusterhausen und Schönefeld. Innerhalb der Arbeitsgruppe für Identifizierung bei Massenkatastrophen war er als leitender Gerichtsmediziner tätig. Dürwald gilt noch heute unter Fachkollegen als ein herausragender Wissenschaftler und Lehrer der Rechtsmedizin.