Mediziner der Universität Leipzig auf erstem Deutschen Präventions-Kongress

Pressemitteilung vom 01.12.2005
Rund 600 Mediziner der verschiedensten Fachgesellschaften treffen sich ab Freitag dem 2. Dezember in Dresden zum ersten deutschen Präventionskongress. Teilnehmer an der dreitägigen Veranstaltung sind auch Wissenschaftler der Universität Leipzig, so unter anderem Prof. Dr. Elmar Brähler (Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie) und Prof. Dr. Hans-Helmut König (Stiftungsprofessur für Gesundheitsökonomie). Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller (Professur für Public Health) wird über die Vorbeugung psychiatrischer Erkrankungen sprechen.

Prof. Wieland Kiess, Tagungspräsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, wird den Workshop Diabetes moderieren. "Konsequentere Prophylaxe ist der entscheidende Weg, auf dem das zu befürchtenden massenhaften Auftretenden von Diabetes mit seinen mitunter dramatischen Folgen umgangen werden kann", so Kiess. "In den Industrienationen ist die Zuckerkrankheit noch heute die häufigste Ursache für Erblindungen, Amputationen und dialysepflichtige Nierenerkrankungen."

Die Prävention bildet seit einem Jahr den Rahmen für die medizinische Forschung der Universität Leipzig. "Das Thema erwies sich als programmatisch und kooperationsfördernd", so König. "Und nicht zuletzt ist Prävention ein Themenbereich, dessen Relevanz durch die Demografie nicht mehr zu übersehen ist. Rund die Hälfte der gesamten Krankheitslast wird modifizierbaren Risikofaktoren zugeschrieben. Das Spektrum verschiebt sich dabei immer mehr zu nicht heilbaren chronischen Krankheiten. Hier trifft die klassische Therapie auf ihre Grenzen. Hier treten zunehmend auch Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation ins Rampenlicht."

mhz