Fast alle AbsolventInnen erfolgreich vermittelt

Pressemitteilung vom 28.09.2005
Nach einjähriger Weiterbildung arbeitsloser MedizinerInnen und NaturwissenschaftlerInnen durch das Institut für Humangenetik der Universität Leipzig im Rahmen einer speziellen Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen auf dem Gebiet der Gentechnologie konnten fast alle AbsolventInnen erfolgreich vermittelt werden. Abschlussveranstaltung:
Zeit 29. September 2005, 11:00 Uhr
Ort Seminarraum
Lange Straße 24

Am Institut für Humangenetik der Universität Leipzig wurde jetzt ein einjähriger Weiterbildungskurs für arbeitslose NaturwissenschaftlerInnen und MedizinerInnen mit großem Erfolg abgeschlossen. "Wir haben unser Ziel erreicht, anknüpfend an eine solide Grundausbildung von NaturwissenschaftlerInnen und MedizinerInnen modernstes molekularbiologisches Wissen theoretisch und praktisch zu vermitteln und damit die Voraussetzungen zu schaffen, dass unsere KursteilnehmerInnen wieder Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Bis auf wenige Ausnahmen haben unsere Kursanden auch bereits Arbeitsverträge in der Tasche.", freut sich Prof. Ursula Froster, Direktorin des Institutes für Humangenetik der Universität Leipzig.

20 Biologen, Chemiker, Physiker und Mediziner, darunter 16 Frauen und vier Männer, haben am 1. Oktober vergangenen Jahres mit der Ausbildung begonnen. 13 von ihnen können nun das vollständige Abschlusszertifikat entgegennehmen. Sieben Kursanden haben bereits vor Ende des Kurses entweder auf eigene Initiative oder durch Vermittlung des Institutes Anschluss an Forschungsprojekte der Universität, des Klinikums oder der Leipziger Max-Planck-Institute gefunden. Eine Teilnehmerin wird jetzt am Landesuntersuchungsamt Trier arbeiten. Einige der Absolventen wurden von der Institution übernommen, bei der sie ihr dreimonatiges Betriebspraktikum absolviert haben. "In einigen Fällen wurden wir direkt von den Firmen angesprochen", so Prof. Froster. "Schwierigkeiten wieder einzusteigen, haben nur zwei ältere AbsolventInnen (53 bzw.60 Jahre), eine weitere Absolventin bleibt zunächst bei ihrem Baby, das im Juni geboren wurde."

Der Kurs wurde mit 290.153 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen finanziert. Er sollte arbeitslose NaturwissenschaftlerInnen für die Anforderungen der sich rasant entwickelnden Bio- und Gentechnologie qualifizieren. Die Ausbildung umfasste das gesamte Spektrum der relevanten Methoden der Molekularbiologie, Wissenschaftsmethodik, Wissenschaftsenglisch, Bioethik und Recht. Der zweite Teil beinhaltete ein Praktikum in der Wirtschaft oder in öffentlichen Einrichtungen.