Endometriose-Telefonaktion

Pressemitteilung vom 28.09.2005
Anlässlich des deutschlandweiten 2. Endometriosetages führt die Universitätsfrauenklinik Leipzig ein Telefonforum für Patienten durch. Der Stellvertretende Klinikdirektor Prof. Dr. Henry Alexander und seine Mitarbeiter stehen an diesem Tag telefonisch zur Verfügung.Telefonnummer: 0341 97-23470
Zeit 29. September 2005, 12:00 Uhr bis 15:30 Uhr

Obwohl ca. 7 bis 15 Prozent der Frauen an Endometriose leiden, werden die Symptome der Erkrankung im medizinischen Alltag oft nicht ernst genommen. "Ohne gründliche Untersuchung warten die Frauen z. T. bis zu zehn Jahren auf die entsprechende Diagnose.", kritisiert Prof. Dr. Henry Alexander, Leiter der Abteilung für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie der Universitätsfrauenklinik Leipzig.

Dabei ist die Krankheit durchaus ernst zu nehmen: Entzündungsreaktionen, Zystenbildung, Vernarbungen und Verwachsungen bis hin zur Unfruchtbarkeit sind die Folge unkontrollierter Ansiedlung von Gebärmutterschleimhaut in anderen Organen wie Eierstöcken, Eileitern, Darm, Blase oder Bauchfell, in seltenen Fällen auch die Lunge. Diese Herde wachsen während des Monatszyklus anlog zur Gebärmuterschleimhaut und bluten auch. Die Beschwerden reichen von Bauch- und Rückenschmerzen vor und während der Menstruation bis zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie starker Müdigkeit und Erschöpfung vor allem während der Menstruation.