Prof. Merte verabschiedet sich mit 2.907 Euro

Pressemitteilung vom 23.08.2005
Prof. Knut Merte, Direktor der Poliklinik für Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie, geht ab September in den Ruhestand/Übergabe von 2.907 Euro an die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Zeit 05. September 2005, 14:00 Uhr
Ort Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche
Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Haus Sonnenblume
Oststraße 21-25

Zahnarzt, Wissenschaftler, Hochschullehrer, Ehemann, Vater, Großvater, Sportler - Prof. Knut Merte wird zum 1. September den beruflichen Teil seines Lebens zurücklassen, wenn er in den wohlverdienten Ruhestand geht. Vorher hat der Direktor der Poliklinik für Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie aber noch einen wichtigen Job zu erledigen: Er übergibt die 2.907 Euro, die er zu seinem 65. Geburtstag am 19. Mai anstelle von Geschenken entgegennehmen konnte, der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie.

Der Chef der Leipziger Kinderchirurgie, Prof. Dr. Ralf-Bodo Tröbs, ist dankbar für die nicht unbeträchtliche Summe, soll sie doch helfen, die Lage der Patienten im Kinderkrankenhaus zu verbessern. "Viele Kinder schlagen sich mit chronischen Krankheiten herum oder mit den Folgen eines Unfalles. Das belastet die Kinder und ihre Familien sehr. Besonders sozial nicht so gut gestellte Familien bedürfen unserer Unterstützung.", erklärt er. Prof. Merte habe mit seiner Geldspende dafür neue Möglichkeiten eröffnet.

Geboren am 19. Mai 1940 in Frankfurt/Main absolvierte Knut Merte zunächst eine dreijährige Zahntechnikerausbildung bevor er von 1962 bis 1967 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Zahnmedizin studierte. Er war ein besonders fleißiger Student und promovierte schon 1967 zum Dr. med. dent. Die anschließende Facharztausbildung für Allgemeine Stomatologie führte ihn an die Medizinische Akademie Erfurt, wo er als Oberarzt tätig war, sich 1982 habilitierte und 1984 zum Hochschuldozenten für Konservierende Zahnheilkunde berufen wurde.

1986 kam Dr. Merte als Ordinarius für Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie sowie Klinikchef an die Universität Leipzig. Hier ruft er das Friedrich-Ludwig-Hesse-Symposium ins Leben, das jungen Wissenschaftlern und Studenten als Podium für ihre wissenschaftlichen Arbeiten dienen soll. Seine wissenschaftliche und praktische Tätigkeit fand nachhaltigen Niederschlag in mehr als 100 Publikationen und 200 Vorträgen. Nach der Wende engagierte er sich für die Neuorganisation des Studienganges Zahnmedizin.

Trotz starker beruflicher Belastung legte er viel Wert auf sportliche Fitness. In seiner Heimatstadt Erfurt ist er nach wie vor aktiv in der Seniorenmannschaft Volleyball. Jetzt freut er sich, dass seine Enkel in seine Fußstapfen treten und er wieder mehr Zeit für seine Familie haben wird.