Schaufenster für biotechnologisches Forschungspotenzial

Pressemitteilung vom 19.05.2005
Am 4. Biotechnologie-Tag in Leipzig präsentieren Naturwissenschaftler aus ganz Deutschland ihre aktuellen Forschungen. Die von der Universität Leipzig veranstaltete Tagung steht wie auch in den Jahren zuvor unter dem Motto "Vom Molekül zum Patienten".
Zeit 03. Juni 2005, 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Ort Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum (BBZ)
Hörsaal
Deutscher Platz 5
04103 Leipzig

"Unser primäres Ziel ist es, neue Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Biotechnologie zu präsentieren und insbesondere die an der Universität Leipzig erzielten Ergebnisse vorzustellen", so Prof. Dr. Andrea Robitzki, Vorstandssprecherin des BBZ. Zudem ermögliche es die Veranstaltung den Wissenschaftlern, Kontakte zu Kollegen zu knüpfen, sich gegenseitig über Forschungsprojekte zu informieren und Kooperationen in die Wege zu leiten. Dabei sollten nicht nur universitätsintern, sondern deutschlandweit Brücken geschlagen werden zum fachlichen Austausch. Es spielen jedoch nicht ausschließlich biotechnologische, sondern unter anderem auch biomedizinische und biophysikalische Aspekte sowie die Themenfelder Nanotechnologie, Nanoelektronik und Mikrosystemtechnik eine Rolle; man versteht sich als interdisziplinäres Forum. Das schlägt sich auch im Programm nieder, welches unter dem Motto "Vom Molekül zum Patienten" die Entwicklung und Anwendung von "Wirkstoffen und Zellen als Produkte und Werkzeuge" thematisiert.

Nach der Eröffnung des Biotechnologie-Tages durch Prof. Dr. Robitzki und Prof. Dr. Martin Schlegel, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Leipzig, steht der erste Themenblock mit dem Titel "Protein Engineering and Bioanalytics" auf dem Programm. Hier sprechen unter anderem Prof. Dr. Rainer Rudolph aus Halle zum Thema "Creating novel proteins for therapeutic applications" sowie Prof. Dr. Peter Stadler aus Leipzig über "Computational RNomics".
Im zweiten großen Programmteil, "Molecular Medicine and Therapeutics", tragen neben Prof. Dr. Dario Neri aus Zürich (Tumor targeting) zwei Leipziger Professoren ihre Forschungsergebnisse vor.
Um "Biomedical and Cell Engineering" geht es im dritten Block. Hier spricht Prof. Dr. Olaf Dössel aus Karlsruhe zum Thema "Computermodell vom Herzen - vom Ionenkanal zum EKG"; außerdem spricht unter anderem Dr. Klaus Zimmer vom Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung Leipzig über "Microstructuring of surfaces for life science". Auch wurden Unternehmen in das Vortragsprogramm eingebunden, zum Beispiel Dr. Joachim Nöller von der NIMBUS GmbH sowie Dr. Sigrid C. Schwarz von Neuroprogen, einer ebenfalls in der BIO CITY angesiedelten Ausgründung aus der Universität Leipzig. Insgesamt werden elf wissenschaftliche Referate gehalten.

Neben den Vorträgen gibt es zwei Postersessions mit insgesamt 159 Postern aus den Bereichen Protein Engineering and Bioanalytics, Molecular Medicine and Therapeutics, Biomedical and Cell Engeneering, Nanobiotechnology and Nanoelectronics sowie Bioinformatics. Zudem wird es eine Industrieausstellung geben, an der sich 13 Firmen, davon zwei aus der BIO CITY, beteiligen.

Das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum wurde 2003 von der Universität Leipzig gegründet. In dem Zentrum forschen Wissenschaftler der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, der Fakultät für Chemie und Mineralogie, der Medizinischen Fakultät, der Veterinärmedizinischen Fakultät, der Fakultät für Mathematik und Informatik und der Fakultät für Physik und Geowissenschaften zusammen.

Friederike Haupt