Bauchspeicheldrüsenoperation: Wie werden Betroffene mit ihren Problemen fertig?

Pressemitteilung vom 28.04.2005
Patienten mit einer Bauchspeicheldrüsenoperation (Pankreatektomie) haben nicht nur mit den daraus resultierenden körperlichen Folgen fertig zu werden, sondern häufig auch mit psychischen und sozialen Problemen zu kämpfen. Jetzt trifft sich der Arbeitskreis Pankreatektomierte e.V. zum 43. bundesweiten Informationstreffen an der Universität Leipzig.
Zeit 29. April 2005 bis 01. Mai 2005
Ort Marriott-Hotel

Zum Treffen, für das Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee die Schirmherrschaft übernommen hat, kommen Bauchspeichledrüsenoperierte und deren Angehörige aus ganz Deutschland zusammen, um mit Experten und untereinander Probleme, die sich aus ihrer Erkrankung ergeben, zu diskutieren.

Wie bei vielen anderen einschneidenden Erkrankungen haben sich auch für die Pankreatektomierten Selbsthilfegruppen für eine bessere Problembewältigung bewährt. Die Betroffenen können sich nicht nur gegenseitig unterstützen, sondern auch ganz konkrete Erfahrungen zur Bewältigung ihrer Erkrankung austauschen. Dabei werden sie von Medizinern und anderen Experten beraten.

Die Bauchspeicheldrüse oder Pankreas produziert ein Sekret, das direkt in den Darm abgegeben wird und die Verdauung unterstützt. Zudem produziert sie Hormone, z. B. das Insulin, die über das Blut bestimmte Funktionen für den Verdauungsvorgang haben. Ist die Bauchspeicheldrüse chronisch entzündet (Pankreatitis) oder hat sich ein bösartiger Tumor (Pankreaskarzinom) eingenistet, muss operiert werden, bis hin zur vollständigen Entfernung der Drüse. Bauchspeicheldrüsenentzündungen und -karzinome können genetisch bedingt sein oder durch übermäßigen Alkoholgenuss hervorgerufen werden. Bei einer Vielzahl von Patienten ist derzeit noch keine Ursache bekannt.

Die Folgen eines Pankreasverlustes sind vielschichtig: Die Betroffenen müssen Insulin spritzen, sie haben Verdauungsstörungen und Fettunverträglichkeiten, leiden unter Vitaminmangel, müssen mit Medikamenten oder einer Chemotherapie zurecht kommen bis hin zu einer Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten. Häufig geht die Krankheit mit sozialen und finanziellen Problemen einher.