Altrektor Volker Bigl verstorben

Pressemitteilung vom 24.03.2005
In tiefer Trauer gibt die Universität Leipzig bekannt, dass ihr langjähriger Rektor Professor Dr. Dr. h. c. Volker Bigl im Alter von 63 Jahren am 24. März 2005 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Professor Bigl hat mit seinem zielstrebigen und aufopferungsvollen Wirken wesentlich dazu beigetragen, dass die Universität Leipzig ihren Weg in die Gruppe der angesehenen deutschen Universitäten erfolgreich fortgesetzt hat.

Der Mediziner und international renommierte Hirnforscher Volker Bigl, Ehrendoktor der Ohio University in Athens (USA), bekleidete von 1997 bis 2003 das Amt des Rektors der Universität Leipzig. Am 30. Januar 2003 war er zurückgetreten, weil die Sächsische Staatsregierung die gemeinsam vereinbarten Grundsätze über die Ausgestaltung des Neubaus des innerstädtischen Campus einseitig aufgegeben hatte. 1992 zum Professor für Neurochemie berufen, war er seit 1993 Direktor des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung und von 1995 bis 1997 Dekan der Medizinischen Fakultät. Zu Jahresbeginn 2004 war er zum Präsidenten der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig gewählt worden, aber noch im gleichen Jahr musste er dieses Amt wegen seiner Erkrankung aufgeben.

Mit dem Namen Volker Bigls verbunden ist eine Neubelebung der alten Idee der Universitas litterarum, die den Erhalt der großen Fächervielfalt ebenso einschließt wie die Förderung neuer innovativer Entwicklungen in den angewandten Naturwissenschaften, nicht zuletzt von Biomedizin und Biotechnologie. Sein Engagement galt auch dem Ausbau der Internationalisierung der Universität und insgesamt ihrer weiteren Öffnung nach außen. Sein Credo war, in der Welt von heute die "Universität als verwirklichte Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden über ihren Ausbildungsauftrag hinaus wieder zur Stätte der geistigen Auseinandersetzung mit den Fragen der Zeit" zu machen.

Der Trauergottesdienst für Professor Bigl findet am 31. März, 15:00 Uhr, in der Nikolaikirche zu Leipzig statt, zu dem die Universität herzlich einlädt.