Darstellung geschädigter Organe im Gesamtorganismus

Pressemitteilung vom 22.03.2005
Der amerikanische Wissenschaftler Prof. Robert M. Zucker stellt im Max-Bürger-Forschungszentrum die Methode der konfokalen Fluoreszenzmikroskopie zur Erfassung geschädigter Organe im Gesamtorganismus vor.
Zeit 24. März 2005, 14:00 Uhr
Ort Max-Bürger-Forschungszentrum
Seminarraum
Johannisallee 30

Prof. Robert M. Zucker, U.S. Environmental Protection Agency National Health and Environmental Effects Research Laboratory North Carolina, USA, spricht zum Thema: "Confocal miscroscopy and apoptosis of whole neontal ovaries, embryos and fetal limbs". Prof. Zucker hat für die konfokale Fluoreszenzmikroskopie internationale Standards entwickelt und ist darin federführend

Chemikalien und Umweltgifte können bei unterschiedlichsten Organen während der Embryonalentwicklung erhebliche Schädigungen hervorrufen. Während bei herkömmlichen Verfahren die Organe geschädigten Embryonen einzeln und nacheinander in Gewebsschnitten untersucht werden, hat Prof. Zucker mikroskopische Methoden entwickelt, die es gestatten die Schädigung in den Organen im Gesamtorganismus zu erfassen.

Dazu werden die Zellen im Embryo mit geeigneten Fluoreszenzfarbstoffen gefärbt, die beispielsweise eine bestimmte Zellschädigung nachweisen, und am konfokalen Fluoreszenzmikroskop schichtweise gemessen. Am Computer entsteht dann das räumliche Abbild des Embryos, an dem genau das Ausmaß und der Ort der Schädigung erfasst werden kann. Durch die gleichzeitige Färbung mit mehreren Farbstoffen können im selben Organismus verschiedene Schädigungen simultan untersucht werden.

Frühe Erkennung von geschädigten Zellen ist enorm wichtig, um eventuell entstehenden negativen Folgen dieser Schädigungen effektiv entgegenzuwirken und somit gesundheitliche Probleme zu behandeln bzw. ihnen vorzubeugen.

Zum Vortrag sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Judith Kozak