Können Stimmprobleme mit Haltungskorrekturen gelöst werden?

Pressemitteilung vom 02.02.2005
3. Leipziger Symposium mit Workshop Kinder- und Jugendstimme zum Thema: "Sängerische Haltung"
Zeit 18. Februar 2005 bis 20. Februar 2005
Ort Hochschule für Musik und Theater
"Felix Mendelssohn Bartholdy"
Grassistraße 8

Ein bekannter Sänger hatte große Schwierigkeiten mit seiner Stimme. Unglücklich konsultierte er seinen Stimmarzt, der ihn gründlich untersuchte und zu einem Orthopäden schickte, nicht ohne ihm genau erklärt zu haben, dass sein Problem nicht in der Stimme, sondern in seiner Haltung läge. Und tatsächlich: Sein mit Hilfe des Orthopäden korrigierter Haltungsfehler ließ seine Stimme wieder in gewohnter Klarheit und Fülle erklingen.

"Das ist kein frommer Wunsch, sondern Realität", erklärte der Organisator des 3. Leipziger Symposiums, Dr. med. Michael Fuchs, Leiter der Abteilung für Stimm-, Sprach- und Hörstörungen an der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Universität Leipzig, der auch als Stimmarzt der Leipziger Thomaner bekannt ist. "Schon im Kindes- und Jugendalter bestehen vielfältige Wechselwirkungen zwischen Körperhaltung und -bewegung sowie dem Stimmapparat, welche die Qualität und Leistungsfähigkeit der Stimme direkt beeinflussen. Die Kenntnis dieser Wechselwirkungen ist daher eine unbedingte Voraussetzung für eine physiologische Stimmgebung und ein 'gesundes' Singen." Das geht offensichtlich so weit, dass die Stimme nicht mehr stimmt, wenn die Haltung nicht stimmt.

Das 3. Symposium mit Workshop hat die sängerische Haltung in den Mittelpunkt der Vorträge und der Übungen gestellt. Dabei behandelt man das Thema durchaus in doppeltem Sinne: Auch die Haltung von Kindern und Jugendlichen zum Singen soll beleuchtet werden. Bekanntlich ist es um das Singen in Deutschland schlecht bestellt. Deshalb stellen sich Gesangspädagogen, Mediziner, Logopäden und Politiker auf dem Symposium der Frage nach Möglichkeiten und Wegen, mit denen man unsere Kinder für diese wichtige Form der Kommunikation begeistern kann.

Die Veranstaltung wurde konzipiert und organisiert mit dem Arbeitskreis Musik in der Jugend und der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy". Als Schirmherr konnte Kammersänger Prof. Dr. Dietrich Fischer-Dieskau gewonnen werden, der "Sängerische Haltung auch über die inhaltliche Bedeutung dieses Symposiums hinaus in idealer Weise verkörpert", so Klinikchef Prof. Dr. Andreas Dietz.