Professor Stepan von Universitätsfrauenklinik erhielt Dr.-Adalbert-Buding-Preis

Pressemitteilung vom 07.12.2006
Mit dem Förderpreis der "Stiftung zur finanziellen Förderung der Forschung auf dem Gebiet des Bluthochdrucks - Dr. Adalbert Buding" wurde kürzlich der an der Leipziger Universitätsfrauenklinik tätige Geburtsmediziner Prof. Dr. Holger Stepan ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis würdigt Forschungsarbeiten, die neue Erkenntnisse auf dem Gebiet des Bluthochdrucks zum Gegenstand haben.

Stepans wissenschaftliche Arbeit widmet sich der Präeklampsie, also einer Form des Bluthochdruckes bei Schwangeren. In deren schwerwiegendsten Formen, der Eklampsie und dem HELLP-Syndrom, kann es bei der Mutter zu Nierenschäden, Krampfanfällen, Gehirn- und Leberblutungen bis zur Todesfolge kommen. Beim Ungeborenen werden Sauerstoffzufuhr und das Wachstum gestört. Diese Schwangerschaftskomplikationen kann besser und früher erkannt werden. "Per Ultraschall stellt der Arzt eine gestörte Durchblutung der Plazenta fest und kann dann die Angiogenese hemmende Proteine im Blut der Mutter messen. Dies ermöglicht eine deutlich verbesserte Risikovorhersage für die Schwangere", erläutert Stepan. "Diese Möglichkeit war in der Theorie bereits bekannt. Unsere Untersuchungen zielen aber auf die Einführung dieser kombinierten Untersuchungsmethode in den medizinischen Alltag der Schwangerenbetreuung. Bei allen Frauen wird per Ultraschall die Plazentadurchblutung untersucht, so dass wir die Hochrisikogruppen für Präeklampsie herausfiltern und entsprechend betreuen können. Zu erforschen bleibt nun noch die Kausalität dieser antiangiogenen Faktoren und eine mögliche Behandlung der Präeklampsie."

Der Preis ist von Dr. Adalbert Buding (verstorben 2001), ehemals Chefarzt einer Berliner Klinik, gestiftet worden, um Nachwuchsforscher (bis 40 Jahre) auf dem Gebiet des Bluthochdrucks zu fördern. Zu diesem Zweck hat Dr. Buding gemeinsam mit der Deutschen Hochdruckliga eine Stiftung ins Leben gerufen. Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® - Deutsche Hypertonie Gesellschaft widmet sich seit ihrer Gründung im Jahre 1974 einer umfangreichen Informationsarbeit und Förderung der Wissenschaft.

mhz