Universität trauert um Professor Karl-Wilhelm Haake

Pressemitteilung vom 26.09.2006
Am 10. September 2006 verstarb der 72-jährige Prof. Dr. med. habil. Karl-Wilhelm Haake, Experte auf dem Gebiet der In-Vitro-Fertilisation. Die Universität trauert um ihren ehemaligen Hochschullehrer, der langjährig als Arzt an der Universitätsfrauenklinik tätig war und maßgeblich zur ihrer Entwicklung beigetragen hat.

Er verhalf durch seine umsichtige und erfahrene Behandlungsweise unzähligen kinderlosen Paaren zu ihrem Wunschkind. Prof. Haake etablierte die In-Vitro-Fertilisation - die künstliche Befruchtung - in der Universitätsfrauenklinik und seinem hohen Einsatz ist es zu verdanken, dass diese Methode dort seit nunmehr fast 20 Jahren erfolgreich angewendet wird. Die wissenschaftichen Aktivitäten Prof. Haakes auf diesem Gebiet fanden zudem in zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen nationale und internationale Anerkennung.

Doch stand die Gynäkologie nicht ganz am Anfang seines Werdeganges. Erst nach einem abgeschlossenen Studium der Musik studierte der vielseitige Karl-Wilhelm Haake Medizin und spezialisierte sich später im Bereich Gynäkologie. "In den Jahren 1984 und 1985 bildete er Medizinstudenten in Äthiopien aus und kümmerte sich nach seiner Ernennung zum außerordentlichen Professor im Jahre 1996 auch engagiert um die Belange der studentischen Ausbildung an der Leipziger Klinik", so Prof. Henry Alexander, enger Kollege Prof. Haakes und ebenfalls Professor an der Universitätsfrauenklinik. "Er war stets auch ein Vorbild für die jüngere Generation."