Nachwuchs beweist sich auf dem 7. Friedrich-Ludwig-Hesse-Symposium

Pressemitteilung vom 26.09.2006
Studenten und junge Wissenschaftler aus dem Bereich Zahmedizin können sich auf dem 7. Friedrich-Ludwig-Hesse-Symposium in Leipzig miteinander messen. Sie stellen ihre Forschungsergebnisse vor und diskutieren sie. Die besten Arbeiten werden mit dem Vivadent-Forschungspreis ausgezeichnet.
Zeit 06. Oktober 2006, 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Ort Hörsaal der Kopfklinik
Liebigstraße 14

Das Zahnärztlichen Institutes an der Universität Leipzig wurde am 16. Oktober 1884 gegründet. Der erster Lehrstuhlinhaber war Friedrich Ludwig Hesse. Nach ihm wurde das Symposium benannt, dass jungen Zahnärztinnen und -ärzten die Möglichkeit gibt, einen Einblick in ihre Forschungsarbeit zu vermitteln. Auf der Tagesordnung stehen dabei eine Vielzahl von Beiträgen aus verschiedenen Gebieten der Zahnheilkunde. Einen Hauptanteil nimmt dabei die Präsentation von Forschungsergebnissen aus der konservierenden Zahnheilkunde und Parodontologie, Kinderzahnheilkunde und präventiven Zahnheilkunde ein. Viele davon sind Resultat von interdisziplinärer Forschung. Da diese Zusammenarbeit auch über die Grenzen Leipzigs hinaus erfolgt, reisen Referenten aus verschiedenen Bundesländern an, so aus Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die hier zu präsentierenden Ergebnisse des Leipziger Zentrums für ZMK erfolgten u. a. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinischen Mikrobiologie und dem Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik.
Die Vortragsthemen lauten u. a. "Einfluss von Rotwein auf parodontopathogene Bakterien im Zusammenhang mit U-937 Monozyten"; "Parodontale und klinisch-chemische Variablen bei Umstellung auf Vollwerternährung"; "Störungen der Milchgebissentwicklung Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht unter 2.000 Gramm"; "Wirksamkeit von "paint on"-Zahnaufhellungsgels" oder "Beeinflussung parodontologischer Bewertungssysteme durch Zahnpasten mit Chlorhexidindiglukonat und Natriumfluorid". Weitere Vorträge befassen sich mit der Biokompatibilität von zahnärztlichen Materialien und der Optimierung der Wurzelkanalbehandlung.

Biokompatibilität

Biokompatibilität ist eines der interessanten Themen, die auf dem Symposium vorgetragen werden. Es bedeutet, dass die vom Zahnarzt verwendeten Materialien für den Organismus verträglich, also unbedenklich sein müssen. Hier werden Ergebnisse von Untersuchungen zur Biokompatibilität neu entwickelter Dentinadhäsive und deren Inhaltsstoffe vorgetragen. Der Schutz der vitalen Gewebe im Zahninneren, der Pulpa, ist hierbei von besonderem Interesse.
Über die kleinen Kanäle im Zahnbein sind auch direkte Interaktionen zwischen den Materialien und den Wirtszellen möglich. In den vorgestellten Untersuchungen werden mittels Zellkultur zytotoxische und mittels mikrobiologischer Kultur antimikrobielle Eigenschaften verschiedener Dentinadhäsive, die bei der zahnfarbenen Restauration verwendet werden, miteinander verglichen.

Nuckelflaschenkaries

Die frühkindliche Karies bei Kindergartenkindern hat in den letzten Jahren erfreulicherweise abgenommen. Trotzdem tritt die Nuckelflaschenkaries heute häufiger auf. In dem Vortrag wird auf Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Entstehung der Nuckelflaschenkaries eingegangen. Es wird mittels einer vergleichenden Untersuchung gezeigt, dass eine frühe Wissensvermittlung an die Eltern sowie ein frühzeitiges Ansprechen und das Trainieren von Maßnahmen zu weniger Nuckelflaschenkaries führen kann.