Workshop: Bildgebende Diagnostik in der Kardiologie

Pressemitteilung vom 06.09.2006
Erstmalig veranstaltet das Universitätsklinikum Leipzig einen Echo-Cardio-MRT-Workshop, um zwei wichtige bildgebende Verfahren von Herzerkrankungen miteinander zu vergleichen. Die Tagung wird gemeinsam vom Fachbereich Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Klinik I und der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie organisiert.
Zeit 08. September 2006, 08:30 Uhr bis 18:45 Uhr
Ort Universitätsklinikum Leipzig
Hörsaal Operatives Zentrum
Liebigstraße 20
04103 Leipzig

Die bildgebende Diagnostik von Herzerkrankungen besitzt einen hohen Stellenwert und steht auf mehreren Säulen: Die wichtigsten Verfahren ohne Anwendung ionisierender Strahlung stellen derzeit die Echokardiographie und die kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie(MRT) dar. Doch wann setzt man welches Verfahren ein? Dieser Frage soll der Workshop auf den Grund gehen.

Besonders aufschlußreich wird die Live-Demonstration beider Verfahren am gleichen Patienten sein, so dass die Methoden direkt miteinander verglichen werden können. In etlichen medizinischen Fragestellungen sind beide Verfahren gleich gut einsetzbar, im Ultraschall ist die Bewegungsanalyse des Herzens einschließlich der Herzklappen in der Hand des Geübten schnell und zuverlässig möglich, weshalb der Einsatz bei schwerkranken Patienten auch am Bett erfolgt. Die MRT-Untersuchung ist logistisch aufwendiger. Sie gilt als Referenzstandard für die Bestimmung der Herz-Muskelmasse und der Herzkammergrössen und ist das Verfahren der Wahl zur Beurteilung struktureller Veränderungen der Herzwand, die bei Herzmuskelentzündungen oder nach einem Herzinfarkt auftreten.

Das große gemeinsame diagnostische Ziel aller Kardiologen und Radiologen ist die zuverlässige Beurteilung der Herzkranzgefäße mit nichtinvasiven bildgebenden Verfahren. Die rasante Entwicklung der Gerätetechnik und Softwareanwendungen wird dazu die Voraussetzungen verbessern.

Bettina Friedrich