Leipziger Beiträge zur Sozialmedizin

Pressemitteilung vom 16.08.2006
Eine neue Buchreihe der Selbständigen Abteilung Sozialmedizin der Universität Leipzig gibt einen Einblick in den Aufgabenbereich und den Facettenreichtum des Fachs. Der jetzt erschienene erste Band enthält 14 Aufsätze u. a. zur psychosozialen Versorgung von Tumorpatienten, zu den Problemen behinderter Patienten im Alltag und zu den Folgen der Vaterschaft von Minderjährigen.

Welchen spezifischen Beitrag sozialmedizinische Reflexionen an der Nahtstelle von Medizin und Gesellschaft zu leisten vermögen, beschreibt exemplarisch der vorliegende Band 1 der Leipziger Beiträge zur Sozialmedizin. Entlang ausgewählter Themen aus Forschung, Lehre und Praxis wird dem interessierten Leser in 14 Aufsätzen ein Einblick in den Aufgabenbereich und den Facettenreichtum des Fachs gegeben. Es werden aktuelle Forschungsbefunde des Instituts vorgestellt und die hiermit einhergehenden Implikationen für die Patientenversorgung und Medizinerausbildung erörtert. Ferner werden Fragen aufgegriffen, die aus gesundheitspolitischer Perspektive von besonderer Brisanz sind. In Anlehnung an das Forschungsprofil der Abteilung widmet sich ein Teil der Beiträge systematisch Themen aus dem Gebiet der Psychoonkologie, so z. B. den Möglichkeiten der psychosozialen Versorgung von Tumorpatienten, dem Zusammenhang von Psyche und Krebs oder der öffentlichen Wahrnehmung von Krebserkrankungen.

Weitere Themen des Bandes berühren u. a. den aktuellen Wandel der Patientenrolle, die sozialen Folgen minderjähriger Vaterschaft sowie spezifische Probleme behinderter Patienten im Behandlungsalltag. Der Leser erhält in einem kurzen historischen Streifzug einen allgemeinen Überblick über sozialmedizinische Denkansätze, und es werden einige der prominentesten Vertreter des Fachs vorgestellt. Nicht zuletzt wird aber auch auf die Etablierung und Differenzierung des Fachgebietes Sozialmedizin am Standort Leipzig eingegangen. Sozialmedizin als wissenschaftliche Disziplin und Lehrfach gewinnt vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und demografischer Wandlungsprozesse deutlich an Gewicht. Gesundheitspolitische Lösungsansätze, z. B. hinsichtlich neuer medizinischer Versorgungsstrukturen oder zur Stärkung präventiven Handelns, integrieren vielfach und zunehmend sozialmedizinische Überlegungen.

Der Band, als Festschrift für den Leiter der Abteilung, Prof. Reinhold Schwarz, im Frühsommer 2006 erschienen, ist im Buchhandel oder direkt beim Universitätsverlag Leipzig für 22,00 Euro zu beziehen (ISBN: 3-86583-097-8).