Klinische Forschung vernetzen

Pressemitteilung vom 12.07.2006
Unter diesem Motto steht die 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), die im September in Leipzig stattfindet. Auf der Tagung werden Projekte vorgestellt, in denen die Interaktion der Fachbereiche untereinander und die Vernetzung mit den klinischen Disziplinen zu wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritten geführt hat.
Zeit 10. September 2006 bis 14. September 2006
Ort Universitätscampus
Jahnallee 59

"Nichtkommerzielle klinische Studien bilden einen Schwerpunkt der Tagung.", erklärt Prof. Dr. Markus Löffler, Tagungsleiter und Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. "Hier besteht international ein großer Nachholbedarf.", so Löffler weiter. "Die Wirksamkeit von Arzneimitteln zu prüfen, darf nicht allein denen überlassen werden, die sie herstellen." Besondere Aufmerksamkeit widmen die Tagungsorganisatoren der Medizinischen Bioinformatik. Sie entwickle sich immer mehr zu einem festen Bestandteil der klinischen Forschung. Auch die Posterausstellung soll einen deutlich höheren Stellenwert bekommen. Fünf große Themenkomplexe werden behandelt:

  1. Medizinische Informatik mit Informationssystemen im Gesundheitswesen, Computerassistiertes Operieren

  2. Medizinische Biometrie in klinischen Studien

  3. Medizinische Bioinformatik, Modelle von Geweben und Erkrankungen und Modelle der genetischen Evolution

  4. Epidemiologie komplexer genetischer Krankheiten, Krebsfrüherkennung und Infektionsepidemiologie, Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk

  5. Medizinische Dokumentation im Krankenhaus
Erstmals kommen auf der GMDS-Jahrestagung auch Wissenschaftler des Bundesministerium für Bildung und Forschung-Verbundnetzes der Koordinierungszentren für Klinische Studien zusammen, deren Sprecher zur Zeit der Leipziger Prof. Markus Löffler ist.

Herausragende Tagungsbeiträge sollen als Langfassungen in englischer Sprache für ein Sonderheft "Methods of Information in Medicine" aufbereitet werden.

Zu einer Pressekonferenz anlässlich der Tagung wird noch gesondert eingeladen.