Warum wir süchtig werden

Pressemitteilung vom 08.05.2006
Zur ersten Veranstaltung der öffentlichen Vortragsreihe Paul-Flechsig-Lecture referiert Prof. Dr. Wolfram Schultz zum Thema "Gehirn, Ungewissheit und Belohnung". Der Mediziner aus der Schule des Nobelpreisträgers John Eccles erklärt, woran es liegt, dass Menschen süchtig werden.
Zeit 15. Mai 2006, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort Alte Handelsbörse Leipzig
Naschmarkt 2

Wir tun manche Dinge mit Leidenschaft, während wir andere strengstens vermeiden. Die Ursache dafür sind Belohnungsmechanismen im Gehirn. Warum Herr Meier nicht von der Flasche lässt und wieso Vokabelpauken bei Robert besser klappt als bei Lisa - Prof. Dr. Wolfram Schultz liefert die Grundlagen dafür, solche Situationen zu verstehen. Der gebürtige Deutsche ist Leiter der Abteilung für Anatomie der Universität Cambridge und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den neuronalen Prozessen die hinter Belohnungsmechanismen stehen. Seine Erkenntnisse stellt er in der ersten Paul-Flechsig-Lecture vor, die von dem Leipziger Neurowissenschaftler Prof. Dr. Thomas Arendt moderiert wird.

Die Vortragsreihe, die Ihren Namen vom berühmten Neuroanatomen Paul-Flechsig erhielt, soll den Austausch zwischen Wissenschaftlern aller Disziplinen anregen, da neurowissenschaftliche Themen neben der Neurologie, Psychologie und Neurobiologie auch zunehmend die Sphäre der Pädagogik, Soziologie und Ökonomie erreichen. Neben Wissenschaftlern sind aber auch alle angesprochen, die es interessiert, wie ihr eigenes Gehirn tickt und wie es sich stetig verändert. Denn kein Gehirn ist zweimal dasselbe: Es wird pausenlos durch die Umwelt geformt.

Um die Phänomene rund ums Gehirn zu erklären, findet die Paul-Flechsig-Lecture einmal im Semester statt.

Sandra Hasse