Schlaganfall ein Notfall - Leipzig und Sachsen gegen den Schlaganfall

Pressemitteilung vom 19.04.2006
Unter diesem Motto veranstalten die Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universität Leipzig und Boehringer Ingelheim eine Aufklärungskampagne mit dem Ziel, die Bevölkerung zu sensibilisieren, um den Schlaganfall rechtzeitig zu erkennen, schnell und richtig zu handeln, und wenn möglich, zu verhindern. Den Auftakt bildet der 10. Leipziger Schlaganfalltag.
Zeit 29. April 2006, 09:00 Uhr
Ort Festsaal
Altes Rathaus
Markt 1

"Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für eine Behinderung des Erwachsenen", weiß Prof. Dr. Dietmar Schneider, Schlaganfallexperte und Leiter der neurologischen Intensivtherapie sowie der Stroke Unit am Universitätsklinikum Leipzig. "Für viele Betroffene endet der Schlaganfall auch tödlich. Durch rechtzeitiges und richtiges Handeln kann die Prognose wesentlich verbessert werden." Hier Einfluss zu nehmen, vielleicht sogar schon durch eine vernünftige Lebensweise dafür sorgen, dass es gar nicht erst zum Schlaganfall kommt, dass ist das Anliegen der Aufklärungskampagne "Schlaganfall ein Notfall - Leipzig und Sachsen gegen den Schlaganfall".

Die Leipziger Neurologen haben dabei starke Partner. Mit Boehringer Ingelheim werden sie unterstützt von einer Weltfirma, die sich den Kampf gegen Schlaganfall auf ihre Fahnen geschrieben hat und schon an ähnlichen anderen Kampagnen in Deutschland beteiligt war.

Den Auftakt bildet der 10. Schlaganfalltag, eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte, "denn Ärzte müssen genau wissen, was wann zu tun ist, und welche diagnostischen Maßnahmen einzuleiten sind", so Schneider. Eine besondere Rolle spielen dabei die sogenannte Prähospitalphase, d. h. die Zeitspanne vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Behandlung im Krankenhaus. Weiterhin stehen auf der Tagesordnung Risikofaktoren für den Schlaganfall, die Akuttherapie in den ersten 24 Stunden, die neuesten Leitlinien zur Schlaganfallbehandlung sowie Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen.

"Alle müssen wissen, dass herabhängende Mundwinkel, Sprach- und Sprechstörungen, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühl einer Körperseite und Sehstörungen erste Anzeichen für einen Schlaganfall sein können. Dann unverzüglich 112 wählen! Die qualifizierte, vor allem aber schnelle ärztliche Hilfe in den alllerersten acht Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome wie sie oben geschildert wurden, sind entscheidend für die Prognose!", mahnt Prof. Schneider.

Nach der Auftaktveranstaltung wollen sich die Initiatoren direkt an die Bevölkerung wenden: Patientenveranstaltungen, Möglichkeiten, sein individuelles Risikoprofil in Apotheken und Arztpraxen bestimmen zu lassen, Flyer und Plakate mit den wichtigsten Informationen für Prophylaxe und erste Maßnahmen werden angeboten, um bessere Ergebnisse im Kampf gegen den Schlaganfall zu erreichen. Über die einzelnen Aktionen werden wir weiter informieren.