Neue Ansätze zum automatischen Verständnis von Bildern

Pressemitteilung vom 04.04.2006
Der 11. Internationale Leipziger Zytometrie Workshop, der sich mit innovativen Technologien auf dem Gebiet bildgebender Techniken befasst, hat in diesem Jahr einen berühmten Gast: Nobelpreisträger Gerd Binnig. Er stellt neue Ideen und Konzepte vor, wie die mit modernen Verfahren erhobenen Daten in einer Art und Weise interpretiert werden können, dass sie mit der Wahrnehmung durch das menschliche Auge vergleichbar sind.
Zeit 27. April 2006 bis 29. April 2006
Ort Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum
Am Deutschen Platz

In der Zelluntersuchung erfreuen sich Technologien zur Färbung biologischer Proben und deren Aufzeichnung durch mikroskopische und andere Verfahren immer größerer Beliebtheit. In den letzten Jahren sind innovative Technologien entwickelt worden, die schnell und zuverlässig immense Mengen an Bilddaten von biologischem Material erzeugen können. Diese Technologien sind vor allem in der Medikamentenentwicklung und in der klinischen Diagnostik gefragt.

Das Hauptproblem ist nach wie vor eine mit dem menschlichen Auge vergleichbare Interpretation der Daten mittels Computer zu erreichen. Sind die Bilder sehr komplex, wie es bei biologischen Proben oft der Fall ist, ist eine exakte Auswertung der Bilder schwierig. Der Nobelpreisträger Professor Gert Binnig hat die Herausforderung angenommen und Ideen und Konzepte für eine Wahrnehmungsnetzwerk-Technologie (Cognition Network Technology) entwickelt. Im Rahmen des Workshop wird er die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet erläutern.

Weitere Höhepunkte des Workshops sind neuste Technologien zur Analytik von Zellen und Geweben im Hochdurchsatz am sog. Laser Scanning Cytometer. Damit können Eigenschaften einer Zelle schnell und zuverlässig bestimmt werden. Von den führenden Herstellern dieser Technologie werden die Teilnehmer in Vorträgen und praktischen Demonstration an die Technologie herangeführt.