Lungenkranke für Studie gesucht

Pressemitteilung vom 26.10.2012
Für eine deutschlandweite Kohortenstudie zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sucht das Studienzentrum der Universitätsmedizin Leipzig noch COPD-Patienten, die sich an einem Untersuchungsprogramm beteiligen möchten. Bis Ende 2013 werden noch Patienten in die Studie aufgenommen, 3000 sollen es insgesamt werden.

Bereits vor Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass COPD nicht nur eine Erkrankung der Lunge ist, sondern den gesamten Körper betrifft. Fachleute bezeichnen sie deshalb als „systemische Erkrankung“. Dem liegt die Beobachtung zugrunde, dass viele Patienten mit COPD unter Begleiterkrankungen leiden: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Depressionen sind nur einige davon. Daraus ergeben sich vor allem für Diagnose und Therapie besondere Herausforderungen. So kann sich eine COPD auch hinter einer Herz-Kreislauferkrankung verbergen, aufgrund teilweise ähnlicher Symptome wie Atemnot.

Diesem bedeutenden Feld von Problemen widmet sich die deutsche nationale Kohortenstudie des „Kompetenznetzes Asthma und COPD“, einem Forschungsverbund, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Beteiligt sind derzeit 30 Partner-Studienzentren in ganz Deutschland - auch das Universitätsklinikum Leipzig. Hier durchlaufen die Teilnehmer zunächst in einem Zeitraum von 18 Monaten dreimal ein umfangreiches Untersuchungsprogramm.

Alle Patienten mit der Diagnose COPD sowie Raucher, die unter chronischen Symptomen wie Husten und Auswurf leiden, können an der Studie teilnehmen. Interessierte sollten 40 Jahre oder älter sein. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Patienten, die an einem Lungentumor leiden, Patienten, die an der Lunge operiert wurden und Patienten, die in den letzten vier Wochen vor dem Einschluss unter einer akuten Verschlechterung Ihrer Lungenerkrankung litten. Diese können allerdings zu einem späteren Zeitpunkt teilnehmen.

In der Studie werden keine neuen Medikamente geprüft und die Therapie bleibt nach wie vor dem behandelnden Arzt überlassen. Dennoch werden die Teilnehmer und der Arzt von den vielfältigen Untersuchungen profitieren, die mit modernsten Methoden erfolgen. Die jeweiligen Ergebnisse stehen nämlich nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch unmittelbar den Patienten zur Verfügung. Der betreuende Pneumologe oder Hausarzt kann diese Befunde in die Therapie mit einfließen lassen.

Anmeldung und Kontakt:

Patricia Berger

Universitätsklinikum Leipzig

Abteilung für Pneumologie

Tel.:0341 / 9712674

E-Mail: Patricia.Berger@medizin.uni-leipzig.de

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.