Zwei neue DFG-Projekte für ICCAS

Pressemitteilung vom 17.03.2006
Das Interdisziplinäre Zentrum für computer- und robotergestützte Chirurgie (ICCAS) an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig hat kürzlich den Zuschlag für zwei Projekte der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten.

So startet das Zentrum demnächst gemeinsam mit dem von Professor Tim Lüth geleiteten Institut MiMed der Technischen Universität München das Projekt "Mastoid Control: Ein mechatronisches Assistenzsystem für die Felsenbein-Chirurgie". Mit Hilfe dieses Systems soll der mit dem Abfräsen von Knochengewebe hinter dem Ohr beschäftigte Chirurg am Verletzen von Risikostrukturen wie beispielsweise Nerven gehindert werden. Dies geschieht, indem der Patient, das dreidimensionale Abbild von dessen erkrankten Kopfregion und das Werkzeug in der Hand des Operateurs über ein Computerprogramm miteinander verknüpft sind und die Fräse gegebenenfalls gestoppt wird. Die Zusammenarbeit führt die Kooperation mit Prof. Lüth fort, die bereits seit mehreren Jahren erfolgreich besteht. ICCAS beteiligt sich an dem Projekt insbesondere mit der systematischen Evaluation an Versuchsausbauten und in der klinischen Studie. Dafür wurden neben Sachmitteln wurde dem ICCAS(Innovation Center Computer Assisted Surgery) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine Stelle über 24 Monate eingeräumt.

Im zweiten DFG-Projekt kooperieren das ICCAS mit Computervisualisten der Universität Magdeburg. Dabei geht es um die weltweit erste Computerunterstützung bei der Planung von Nasennebenhöhlen- und Halsoperationen. Nach erfolgreicher Arbeit in der vergangenen Förderphase wurde die Projektförderung für weitere zwei Jahre bewilligt. "Die Magdeburger Kollegen um Professor Preim bringen vor allem ihre Erfahrungen mit der Computer-Navigation ein", erläutert Dr. Oliver Burgert, der Leiter der ICCAS-Arbeitsgruppe "Wissenschaftliche Methodik" die Arbeitsteilung innerhalb des DFG-Projektes. "Wir hingegen vertreten eher die medizinischen Aspekte und bewerten die Vielzahl der vorhandenen Visualisierungs-Methoden."

mhz