Dr. Cornelia Leo erhielt Helga-Reifert-Preis für experimentelle Krebsforschung 2005

Pressemitteilung vom 06.03.2006
Mit dem Helga-Reifert-Preis für experimentelle Krebsforschung 2005 wurde kürzlich die an der Universitätsfrauenklinik Leipzig tätige Gynäkologin Dr. Cornelia Leo geehrt.

Der alternierend an den Universitäten Regensburg und Leipzig vergebene Preis, der mit 2500 Euro dotiert ist, wurde der 32-jährigen Medizinerin durch Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, Prof. Jürgen Meixensberger, und die Stifterin Helga Reifert überreicht. Das Anliegen der Stifterin, einer gebürtigen Leipzigerin, die seit den 1960er Jahren in Regensburg lebt, ist es, auf diese Weise die Krebsforschung zu unterstützen.

Die mit dem Forschungspreis ausgezeichneten Arbeiten beschäftigen sich mit Mechanismen des programmierten Zelltods (Apoptose) im Zervixkarzinom, also dem Gebärmutterhalskrebs. Grundlage für Dr. Leos Untersuchungen sind die Arbeiten von Klinikdirektor Prof. Michael Höckel zur Tumorhypoxie, also dem Sauerstoffmangel der in vielen Krebsgeweben herrscht. In gesunden Geweben bewirkt ein solcher Sauerstoffmangel das Absterben von Zellen durch Apoptose. In Krebsgeweben hingegen funktioniert dieser Mechanismus oft nicht, was zur Resistenz gegenüber einer Bestrahlungs- oder Chemotherapie führen kann. Mit Hilfe der von Höckel etablierten Sauerstoffmessung im Zervixkarzinom konnte gezeigt werden, dass hypoxische Zervixkarzinome sich klinisch besonders aggressiv verhalten. Ziel der Leipziger Krebsforscher ist es, molekulare Marker zu identifizieren, die für Prognose und Therapie klinisch relevant sind.

Dr. Cornelia Leo wurde 1973 in Leipzig geboren und studierte Medizin an der Universität Leipzig, wo sie 1998 ihre Promotion abschloss. Anschließend war sie für ein Jahr als Wissenschaftlerin an der Stanford University in den USA tätig, wo sie ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Tumorhypoxie begann. Seit 1999 führt sie parallel zu ihrer klinischen Arbeit an der Universitätsfrauenklinik Leipzig Untersuchungen zur intratumoralen Hypoxie durch.

mhz