Plötzlicher Kindstod durch Impfungen?

Pressemitteilung vom 27.02.2006
Aktuelle Fragen rund ums Impfen sind Gegenstand des 10. Sächsischen Impftages. Gibt es einen Zusammenhang zwischen plötzlichem Kindstod und Impfungen? Krebsschutz durch Impfung? Impfung gegen Rotavirusinfektionen und gegen Herpes Zoster? Das sind einige der nicht nur für ein Fachpublikum interessanten Probleme, die auf dem Impftag behandelt werden.
Zeit 04. März 2006, 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Ort Carl-Ludwig-Institut für Physiologie der Universität Leipzig
Großer Hörsaal
Liebigstraße 27

Der Sächsische Impftag behandelt Probleme, mit denen die Impfärzte in ihrer täglichen Arbeit konfrontiert werden. Beginnend bei den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) über die Vorstellung neuer Impfstoffe bis zu Studien über Nebenwirkungen des Impfens reicht die Palette der von den Fachleuten diskutierten Themen. Einige Beispiele aus dem Programm sind:

  1. Neue Möglichkeiten der Krebsprävention
    Zu den neuen Schutzimpfungen gehört die Impfung gegen die humanen Pappillomaviren (HPV). Das sind Viren, die für die Mehrzahl der jährlich etwa 7.500 neuen Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Mit einem neuen Impfstoff können in 89 bis 100 Prozent der HPV-Infektionen verhindert werden. Die Experten gehen davon aus, dass die meisten der geimpften Frauen vor dem Gebärmutterhalskrebs geschützt ist.

  2. Impfen gegen Durchfall
    Rotaviren verursachen weltweit die meisten Durchfallerkrankungen, die mit zu den häufigsten Krankenhausaufenthalten führen. Die Rotaviren werden durch Kontakte mit kontaminierten Personen übertragen. Die Infektion verläuft quälend und führt oft zu Komplikationen. Dagegen ist jetzt ein neuer Impfstoff entwickelt worden, mit dem besonders gefährdete Personenkreise geimpft werden können.

  3. Impfungen und plötzlicher Kindstod
    In Studien ist ein Dresdner Kinderarzt den Ursachen des sudden infant death syndrom, im Volksmund auch Plötzlicher Kindstod genannt, nachgegangen. Danach konnte u. a. zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass es wohl einen zeitlichen, aber keinen kausalen Zusammenhang mit einer Impfung gibt.

  4. Impfung gegen Herpes Zoster
    Der äußerst schmerzhafte Herpes Zoster, auch Gürtelrose genannt, kann jetzt mit einem Impfstoff gegen Varizellen erfolgreich behandelt werden. Dieser Impfstoff ist besonders auch für ältere Personen geeignet.