EU-Projekt: Wirkstoffe gegen Herzerkrankungen

Pressemitteilung vom 24.02.2006
Das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum der Universität Leipzig beteiligt sich an dem jetzt gestarteten europaweiten Projekt "Cardioworkbench" zur Suche von Wirkstoffen gegen Erkrankungen von Herz und Blutkreislauf.

Das Leipziger Teilprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Robitzki vom Lehrstuhl für Molekularbiologisch-biochemische Prozesstechnik verbindet dabei computerbasierte Diagnosen (zum Beispiel Bioinformatik, Chemoinformatik oder Bioengineering) und experimentelle Expertisen wie klinische Medizin und Biologie. Dieses Zusammenspiel erleichtere die Aufklärung so genannter kardiovaskulärer Erkrankungen, die auf mehrere Faktoren zurückzuführen sind. Dazu zählen Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzstillstand oder plötzlicher Herztod.

"Unser Ziel ist es, zur Optimierung der Entwicklung von Therapieformen sowie von Wirkstoffen und ihrer pharmakologischen Aktivität beizutragen", sagte Robitzki. Die Suche und Erprobung neuer Heilmittel wird durch ein europäisches, fachübergreifendes Konsortium bearbeitet.

Das diese Woche gestartete Projekt läuft bis 2008 und hat ein Gesamtbudget von rund drei Millionen Euro. Der Etat der Leipziger Forschergruppe beträgt 255.000 Euro. Durch dieses Projekt ergeben sich Prof. Robitzki zufolge Kooperationen und Synergien mit europäischen Forschungsgruppen und Industriepartnern in Italien, England, Estland, Österreich, Finnland und Institutionen in Deutschland. Insgesamt sind an dem Projekt zwölf europäische Partner aus sechs EU-Ländern beteiligt, davon neun aus Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen. Hinzu kommen drei Unternehmen. Prof. Robitzki vom Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum der Universität Leipzig ist der einzige ostdeutsche Partner.

tob