Ehrenpromotion für Psychotherapeuten Professor Helmut Thomä

Pressemitteilung vom 01.02.2006
Die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig verleiht an Prof. Dr. med. Helmut Thomä, emeritierter Ordinarius der Universität Ulm, die Ehrendoktorwürde in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie und für seine Unterstützung bei der Entwicklung der Psychoanalyse an der Universität Leipzig.
Zeit 03. Februar 2006, 13:00 Uhr
Ort Rektoratsgebäude
Alter Senatssaal
Ritterstraße 26

Helmut Thomä war der erste, der in Deutschland die Lehrbefähigung für psychosomatische Medizin und Psychoanalyse erhielt. "Es gelang ihm beispielhaft, die medizinischen Anwendungen der Psychoanalyse in der akademischen Struktur der Bundesrepublik zu verankern.", so der Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser. "Auch an der Universität Leipzig hat Helmut Thomä die Entwicklung der Psychoanalyse maßgeblich unterstützt."

Thomä hatte sich 1961 früh einen Namen mit seiner Habilitationsschrift zur Anorexia nervosa (Magersucht) gemacht, die durch eine sehr sorgfältige Darstellung von Krankengeschichten beeindruckte. Sein gemeinsam mit Horst Kächele herausgegebenes Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie gilt als Standardwerk der Psychotherapie und wurde in mehr als zehn Sprachen übersetzt. Es zählt zu den wichtigsten Beiträgen der deutschsprachigen Psychoanalyse.

"Obwohl Thomä zu den Vertretern der eher psychotherapeutischen Behandlung psychisch Kranker gehört, weiß er doch auch die Möglichkeiten der biologischer Therapien zu schätzen.", so Prof. Dr. Peter Illes, Prodekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. "Meiner Meinung nach kennzeichnet diese Art des ganzheitlichen Behandelns einen guten Arzt, egal welcher Fachrichtung. Wir freuen uns, dass wir diesem hervorragenden Arzt, Wissenschaftler und Hochschullehrer die Ehrendoktorwürde verleihen können."