Absolventin der Physik erhält BMW-Preis

Pressemitteilung vom 06.12.2007
Franziska Lautenschläger, Absolventin des Studiengangs Physik, erhielt für ihre Diplomarbeit heute in München den dritten Preis des Scientific Award 2007 der BMW Group.

Die 26jährige erforschte mit ihrer Abschlussarbeit die Möglichkeit mit Hilfe eines Laserverfahrens Stammzellen zu untersuchen. Dabei arbeitete sie mit dem "optical stretcher", der die Zelluntersuchung auf relativ unkomplizierte Weise im Laserverfahren ermöglicht. Mit dieser, bereits mehrfach ausgezeichneten Technik, die von Prof. Käs und seinem Team an der Uni Leipzig entwickelt wurde, lässt sich die mechanische Zusammensetzung von Zellen bestimmen und beispielsweise feststellen, wie weit ein Krebstumor voran geschritten ist und welche Behandlungsmethode eingesetzt werden kann.

Franziska Lautenschläger konzentrierte sich in ihrer Diplomarbeit auf die Untersuchung des Zytoskelett (Struktur der Zellen) und deren Zusammensetzung und entdeckte dabei deren Veränderung in verschiedenen Lebensstadien eines Tumors und während der Differenzierung von weissen Blutzellen. Damit bereitet ihre Forschungsarbeit nicht zuletzt den Weg für eine noch detailliertere Diagnose und Behandlungsplanung für Krebspatienten.

Die Physik-Absolventin Franziska Lautenschläger arbeitet im Moment als Doktorandin am Clare College der Cambridge University. Ihre Diplomarbeit wurde an der Universität Leipzig durch Dr. Jochen Guck am Lehrstuhl Experimentalphysik/ Physik weicher Materie mit Schwerpunkt Zellbiophysik von Professor Josef Alfons Käs betreut.