Hoffnungsträger Gentherapie und neue, länger wirksame Gerinnungspräparate

Pressemitteilung vom 10.10.2012
4. Leipziger Gerinnungssymposium zu neuen Therapieansätzen
Zeit 13. Oktober 2012, 09:00 Uhr
Ort Marriott Hotel Leipzig

Leipzig. Neue Ansätze in der Behandlung von Blutgerinnungsstörungen sind Thema des 4. Leipziger Gerinnungssymposiums am 13. Oktober 2012 am Universitätsklinikum Leipzig. Im Fokus stehen dabei die angeborene Hämophilie, auch als Bluterkrankheit bekannt, und die Neigung zu Blutgerinnseln, die Thrombophilie.

Ein Hoffnungsträger für die Behandlung der Bluterkrankheit ist aktuell die Gentherapie. „Patienten mit schwerer angeborener Gerinnungsstörung (Hämophilie B) konnten nach dieser Therapie z.T. ohne Prophylaxe auskommen“, erklärt dazu Symposiumsleiter Prof. Dr. Dietger Niederwieser, Leiter der Abteilung für Hämatologie, Internistischen Onkologie und Gerinnungsambulanz am UKL.

Durch das zugeführte Gen wird dabei der fehlende oder defekte Gerinnungsfaktor gebildet. Damit gewinnt das Blutsystem des Patienten die Gerinnungsfähigkeit zurück. Erste Ergebnisse dieser neuen Methode wird auf dem Leipziger Symposium Prof. Dr. Edward Tuddenham vom Royal Free Hospital in London vorstellen.

Neue Gerinnungspräparate mit längerer Wirksamkeit stellen eine weitere große Hoffnung in der Behandlung der Hämophilie dar, worüber Dr. Andreas Tiede aus Hannover referieren wird.

Weitere Diskussionsthemen der ca. 100 Teilnehmer werden u.a. Neuerungen in der Behandlung der Hepatitis, der Lungenembolie sowie in der Thrombosephropylaxe während der Schwangerschaft und im Wochenbett sein.

Das Gerinnungssymposium wird zusammen mit der deutschen Hämophiliegesellschaft (www.dhg.de) veranstaltet.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.