Universität Leipzig als aktivste Hochschule ausgezeichnet

Pressemitteilung vom 20.07.2007
Gleich zweimal stand die Universität Leipzig am 18. Juli 2007 auf dem Siegerpodest im Businessplan-Wettbewerb Sachsen. Erstmals ging der Hochschulsonderpreis für die aktivste Hochschule nach Leipzig.

Erstmals ging der Hochschulsonderpreis für die aktivste Hochschule nach Leipzig sowie an das Chemnitzer Netzwerk Saxeed. Ausgezeichnet wurde damit "SMILE" - die Selbst Management Initiative Leipzig Lernt Gründen. "SMILE" ist eine Kooperation zwischen der Universität Leipzig und der Handelshochschule Leipzig unter Leitung von Professor Dr. Helge Löbler, Dr. Utz Dornberger und Professor Dr. Bernhard Schwetzler.

Das Projekt wird finanziell unterstützt durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) und den Europäischen Sozialfond (ESF). Der Preis wurde durch den Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Herrn Thomas Jurk, und den Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Herrn Dr. Knut Nevermann überreicht. In der Laudatio drückte Staatsminister Jurk erfreut aus, dass an den sächsischen Hochschulen das Bewusstsein rund um das Thema Existenzgründung sich erfreulich entwickelt hat und die Bereitschaft zur aktiven Unterstützung von jungen Unternehmern deutlich gestiegen ist. Immerhin kommen inzwischen rund 50 Prozent der Anträge im futurSAX- Wettbewerb aus Hochschulen. Mehr als 1.200 Teilnehmer aus fast allen Fakultäten in nur zwei Semestern und drei erste Plätze beim futureSAX-Businessplan-Wettbewerb zeugen von dem bisherigen Erfolg des "SMILE"-Projektes - das gab den Ausschlag für die Auszeichnung.

In der Kategorie "Gründen" erreichte das Team PHACON, Leipzig, den 1. Platz. Herr Ronny Grunert und Herr Hendrik Möckel entwickelten am Innovationszentrum für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS) mit Unterstützung der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ein chirurgisches Trainingsinstrument, das die Grundlage für ihre Unternehmensgründung bildet. Ihre Überlegung: Angehende Ärzte müssen während ihres Studiums das Operieren an Leichen trainieren. Doch die Bereitschaft zu Körperspenden sinkt. Sie können das Wissen nun an Demonstrationsmodellen erwerben, die in naturgetreue anatomische Modelle integriert werden. Sie üben beispielsweise an einem Schädelpräparat, das durch Sensoren mit einem PC verbundenen ist, der ein computertomographisches Abbild des Schädels gespeichert hat. Durch diese Überwachungsfunktion interveniert das System, wenn der Operateur mit dem Instrument in gefährliche Nähe von Gefäßen oder Nerven kommt, am Übungspräparat wie später am Patienten.

Roland Krause