Das "Aus" für den Oberarzt?

Pressemitteilung vom 30.05.2007
Zur Konferenz "Krankenhaus im Umbruch" laden der Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht der Universität Leipzig und die Vereinigung für Medizinrecht (VfM) e.V. ein.
Zeit 06. Juni 2007, 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Ort Bio City Leipzig
Deutscher Platz

"In den deutschen Kliniken ist ein starker Umbruch angesagt. Im Windschatten ständiger Reformen des Sozialversicherungsrechtes finden umfassende Änderungen im Klinikbereich statt", erläutert Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern das Anliegen der von ihm initiierten Konferenz. "Die jüngsten Streiks mit beträchtlichen Lohnsteigerungen für ärztliches und nichtärztliches Personal können als Nebenfolge die Abschaffung des Oberarztes bedeuten. Auch die Stellung des Chefarztes muss neu definiert werden. Letztendlich schrecken Berichte über die Delegierung ärztlicher Aufgaben auf nichtärztliches Personal die Öffentlichkeit ab und führen zu heftigen Auseinandersetzungen auch in der Tagespresse. Die tatsächlichen und rechtlichen Dimensionen dieser Thematik wollen wir auf dieser Veranstaltung ausloten."

Kern ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht an der Juristenfakultät der Universität Leipzig. Er wird über "Die Delegation oberärztlicher Aufgaben auf Fachärzte und ärztlicher Aufgaben auf nichtärztliches Personal" sprechen. Weitere Referenten sind Dr. Katrin Scholz, Prokuristin und Leiterin Personal und Recht der Haema AG, einem großen Blutspendedienst in Deutschland (Einführungsvortrag), Matthias Hein, Fachanwalt für Medizinrecht und Rechtsanwalt der Sozietät Dr. Rehborn ("Chefarztvertrag im Wandel") und Matthias Wokittel, Dipl.-Kaufmann, gelernter Krankenpfleger und Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig AöR. Er stellt die Frage nach der Abschaffung der Oberärzte.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 120 Euro, für Vereinsmitglieder, Assistenzärzte und Junganwälte in den ersten beiden Berufsjahren 80 Euro und für Studenten 40 Euro.

mhz