Leipziger Universität berücksichtigt TMS-Ergebnisse

Pressemitteilung vom 27.03.2007
Der Zugang zum Medizinstudium ist in Leipzig nicht nur mit dem unieigenem Eignungstest möglich. Die zuständigen Gremien genehmigten die notwendige Änderung der Auswahlsatzung.

Als erste Hochschule außerhalb Baden-Württembergs ermöglicht es die Universität Leipzig Bewerbern für ein Studium der Human- oder Zahnmedizin, ihr Ergebnis des Test für Medizinische Studiengänge (TMS) bei der Vergabe der Studienplätze berücksichtigen zu lassen. Der Rat der Medizinischen Fakultät sowie der Senat der Universität haben entsprechende Änderungen der Auswahlsatzung beschlossen. Damit können Studenten, die im Rahmen des Auswahlverfahrens der Hochschulen (AdH) für die Universität Leipzig vorausgewählt wurden, den TMS an Stelle des universitätseigenen Tests einreichen.

Seit dem Wintersemester 2005/2006 werden nur noch 40 Prozent der Studienplätze der Human- und Zahnmedizin von der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) vergeben. Die restlichen 60 Prozent vergeben die Fakultäten der Hochschulen in eigenen Auswahlverfahren. In Leipzig wird dafür bereits vor zwei Jahren ein fachspezifischer Studierfähigkeitstest durchgeführt. Der in Baden-Württemberg verwendete TMS und der Leipziger Studierfähigkeitstest wurden von ITB-Consulting entwickelt. Vorausgewählte Bewerber für die Universität Leipzig haben nun die Möglichkeit, mit einem schriftlichen, formlosen Antrag ihr TMS-Ergebnis berücksichtigen zu lassen.

Am TMS können Bewerber aus ganz Deutschland teilnehmen, er wird an bundesweit 17 Testorten am 19. Mai, der Leipziger Test am 30./31. August durchgeführt. Wie Christian Epp, Leiter des Referats Lehre an der Medizinischen Fakultät sagt, ist ein "fachbezogener Fähigkeitstest in Verbindung mit der Abiturnote die bislang besterforschte Möglichkeit, den Studiererfolg vorherzusagen." Er erwartet, dass sich auch aufgrund des Entwicklungsaufwands der TMS in den nächsten Jahren bundesweit als Format etablieren wird und den Hochschulen als eine Grundlage für deren Auswahlverfahren dienen kann.

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