Ziel: Organerhaltend therapieren

Pressemitteilung vom 19.03.2007
Für Tumore des Kehlkopfes und des Rachens gibt es neue Behandlungsverfahren, die auf die Organerhaltung zielen und die Funktion des Organs möglichst wenig beeinträchtigen sollen. Der 2. internationale Leipziger Larynx- und Hypopharynx-Kurs der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik der Universität Leipzig stellt aktuelle Diagnose- und Behandlungsmethoden auf den Prüfstand. Ergänzt wird das theoretische Programm durch Life-Übertragungen aus dem Operationssaal.
Zeit 07. März 2007 bis 10. März 2007
Ort Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde/Plastische Operationen
Liebigstraße 10 - 14

"Die Behandlung von Tumoren des Kehlkopfes (Larynx) und des unteren Rachenraumes (Hypopharynx) sind zunehmend zu einer interdisziplinären Angelegenheit geworden.", erklärt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-Ohrenheilkunde/Plastische Operationen. "Ohne die fachübergreifende Herangehensweise können wir unsere Patienten nicht mehr optimal behandeln."
Subtilere Diagnose und mehr operative bzw. multimodale Therapiemöglichkeiten

Optimale Behandlung bedeutet für den Mediziner, das Organ und seine Funktion weitegehend zu erhalten. "Die zunehmend subtilere Diagnostik, die Erweiterung der operativen Möglichkeiten und teilweise fachübergreifende Rehabilitation lassen Therapieentscheidungen im zunehmenden Maße komplexer werden.", sagt Prof. Dietz. "Für viele Fragestellungen gibt es konkurrierende bzw. ergänzende
operativ technische und multimodale Optionen. Oft ist es aber nicht die Technik allein, sondern das Konzept, in das die einzelnen Techniken eingebettet werden." Der 2. Leipziger Larynx- und Hypopharynx-Kurs bringt Wissenschaftler und Mediziner aus dem In- und Ausland zusammen, um neueste diagnostische und therapeutische Methoden vorzustellen und zu diskutieren. Mitveranstalter ist das Voice-Team des University Medical Center St. Radboud in Nijmegen, Niederlande.

Wert legen die Veranstalter auch darauf, dass nicht nur eine Therapiemethode als Non-Plus-Ultra für einen konkreten Fall gilt, sondern dass zunehmend verschiedene Behandlungsmethoden gekoppelt werden müssen. "Unsere Konzepte, für die wir in Leipzig eine Vorreiterrolle innehaben, integrieren Operationen mit Chemo- und Radiotherapien, Phonochirurgie mit Stimmtherapie.", so Dietz weiter. "Sonst erzielen wir nur Teilerfolge."

Gegensätze, die sich ergänzen können

Eben genau dies soll der Kurs vermitteln, indem ausgewiesene Referenten Ihre Blickpunkte zu den Themen des Larynx und Hypopharynx darstellen und einzelne Vorgehensweisen zur Diskussion stellen. Hierbei sollen auch Kontroversen zur Sprache kommen, die situationsabhängig nicht ausschließend sondern auch verbindend gewertet werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses ist auf die Wiederherstellung von Funktionalität gerichtet. Das ist möglich, weil funktionelle Störungen heute besser diagnostiziert und durch hoch differenzierte Techniken operiert werden können. Mit Life-Übertragungen aus dem Operationssaal wird das Programm abgerundet.