GO-Bio-Preis für Leipziger Wissenschaftler

Pressemitteilung vom 15.02.2007
Dr. Jan-Michael Heinrich vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung der Universität Leipzig bekam in der ersten GO-Bio-Förderrunde des BMBF einen Preis für die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Isolierung von Zellen und Partikeln für Medizin und Biotechnologie.

Sachsens einziger Preisträger in der ersten GO-Bio-Förderrunde des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Dr. Jan-Michael Heinrich, siedelt sein Forschungs- und Entwicklungsprojekt "MECS" (Modular Enrichement by Cascade Sieving) im Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig an. Im Februar hat die Projektgruppe ihre Arbeit aufgenommen.

"Es geht darum, ein neues Verfahren zur Isolierung von Zellen und Partikeln in der Medizin und der Biotechnologie zu entwickeln, dessen Anwendungspotential zu prüfen und eine kommerzielle Verwertung vorzubereiten", erläutert Projektchef Heinrich seine Ziele. "Ich freue mich auf die Arbeit im IZKF Leipzig. Das Umfeld ist mit den methodisch-technisch versierten Experten in den Core Units, den Nachwuchswissenschaftlern und dem Forschungsnetzwerk des Zentrums optimal."

Jan-Michael Heinrich ist Humanbiologe mit einer Spezialisierung im Fach Immunologie. Nach dem Studium der Biologie und der Promotion an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald wechselte er als Projekt- und Arbeitsgruppenleiter in den Bereich Leberregeneration der Professur für Zelltechniken und Angewandte Stammzellbiologie bei Prof. Dr. Augustinus Bader im Biotechnologischen-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig. 2006 gründete er die cliMECS GmbH mit der er das im Rahmen von "MECS" entwickelte Verfahren vermarkten will.

Im Oktober 2006 hatte Bundesministerin Annette Schavan in Bonn zwölf Preise der ersten GO-Bio-Ausschreibungsrunde des BMBF überreicht. 176 Vorhaben wurden eingereicht, darunter 13 aus Sachsen. Das Projekt hat ein Volumen von 1,6 Mio. Euro.

"MECS" ist ein INKUBATOR-Projekt des IZKF Leipzig. In diesem Projektbereich siedelt das Zentrum ausgründungsorientierte Vorhaben mit "peer-reviewed" Drittmitteln aus dem Lifescience-Bereich an. Auf diese Weise eröffnet das IZKF Leipzig jungen Forscherinnen und Forschern in der PostDoc-Phase eine weitere Karriereoption und schließt eine Lücke in seinem Nachwuchsförderungskonzept. Über die Einbindung der INKUBATOR-Gruppen in das Qualifizierungsangebot sollen Know How zum Technologietransfer und Entrepreneurship verfügbar gemacht und vermittelt werden.

Cornelia Borchers