Richard-Drachter-Preis für Kinderchirurgie geht nach Leipzig

Pressemitteilung vom 19.09.2008
Der höchste Preis der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, der Richard-Drachter-Preis, geht in diesem Jahr an PD Dr. Roman Metzger, Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie der Universität Leipzig. Dr. Metzger erhielt die Ehrung auf der Jahrestagung der Gesellschaft in München.

Dr. Metzger erhielt den Richard-Drachter-Preis für seine immunhistologische und molekularbiologische Forschung zum c-kit-Rezeptor im oberen Harntrakt. Dr. Metzger ging der Frage nach, wie der Harn im Harntrakt transportiert wird und welche Rezeptoren und Erreger daran beteiligt sind. Seine Forschung soll zur Etablierung von medikamentösen Therapien beitragen, mit denen Störungen des Harntransports behandelt werden können, die die häufigste Ursache für Nierenfunktionsstörungen und Niereninsuffizienz bei Kindern sind. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit konnte Dr. Metzger nicht nur das Vorkommen des Rezeptors und erste Funktionsmechanismen beschreiben, sondern er entdeckte auch neue, bisher völlig unbekannte Zelltypen.

"Für die Leipziger Universitätskinderchirurgie ist die Auszeichnung ein besonderer Grund zur Freude, da sie zum ersten Mal an einen Leipziger Kinderchirurgen verleihen wurde", sagt Professor Dr. Holger Till, Direktor der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig.

Der Richard-Drachter-Preis wird alle zwei Jahre für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinderchirurgie verliehen. Der Preis ist benannt nach einem der bedeutendsten Kinderchirurgen Europas, der von 1883 bis 1936 lebte. 1974 wurde der Preis erstmals vergeben, Bisher gibt es 16 Preisträger, die meisten von ihnen mit hohem Rang und Namen.