Transplantation von Herz und Lunge: Eine Frage des richtigen Zeitpunktes

Pressemitteilung vom 27.09.2012
Wenn Herz und Lunge versagen, die ärztliche Therapie mit konventionellen Maßnahmen nicht mehr hilft und das Leben des Patienten auf dem Spiel steht, ist eine Organtransplantation häufig der letzte mögliche Ausweg. Dabei ist die richtige Vor- und Nachsorge für einen erfolgreichen Eingriff ganz entscheidend. Informationen über diese und viele weitere Aspekte rund um das Thema „Thorakale Organtransplantation in Leipzig“ gibt das 21. Pneumologische Symposium der Abteilung für Pneumologie des Universitätsklinikums Leipzig.
Zeit 29. September 2012, 09:00 Uhr
Ort Mercure Hotel Leipzig am Johannisplatz
Stephanstraße 6, 04103 Leipzig

Thorakale Organtransplantationen (Herz-, Lungen- oder Herz-Lungen-Transplantationen) sind für viele Patienten mit Herz-Lungen-Erkrankungen in fortgeschrittenem Krankheitsstadium der Leuchtturm am Ende einer langen Leidensgeschichte – doch „grundsätzlich steht erst mal die Frage im Raum, ob ein solcher Eingriff überhaupt möglich ist“, so Prof. Hubert Wirtz, wissenschaftlicher Leiter des Symposiums und Leiter der Abteilung für Pneumologie am Universitätsklinikum Leipzig.

Dabei gebe es viele Faktoren zu bedenken. „Es existieren Grenzen zum Beispiel in Bezug auf Alter, Gewicht, Allgemeinzustand oder Begleiterkrankungen“, weiß der Pneumologe. In seiner Abteilung wird anhand dieser Aspekte abklärt, ob eine Lungentransplantation in Frage kommt.

Oft kommen die Patienten mit falschen Erwartungen zu ihm. „Für die Betroffenen gibt es schlichtweg zu wenige Möglichkeiten, sich fundiert über thorakale Organtransplantationen zu informieren“, kritisiert Wirtz.

Der Zeitfaktor spiele dabei auf dem Weg zur Transplantation eine elementare Rolle. „Es kommt sehr darauf an, dass sich die Patienten zum richtigen Zeitpunkt, dem so genannten window of opportunity, am Transplantzentrum vorstellen. Erst damit wird der Prozess in Gang gesetzt, an dessen Ende die Transplantation stehen kann“, erklärt Prof. Wirtz.

Neben der Vorbereitung ist vor allem die Nachsorge von Lungentransplantationen der Versorgungsschwerpunkt der UKL-Pneumologie. Zusammen mit der Abteilung für Pneumologie am Universitätsklinikum Leipzig bildet die Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Leipzig das thorakale Transplantzentrum unter der Leitung von Prof. Friedrich Mohr. Seit April dieses Jahres wird das Zentrum durch Prof. Martin Strüber verstärkt - einem renommierten Transplantchirurgen und Experten auf dem Gebiet thorakaler Transplantationen.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.