Hightech-Geräte für Krankheitsdiagnose

Pressemitteilung vom 09.06.2008
Circa 1 Million Euro erhält das Institut für Bioanalytische Chemie, Fakultät für Chemie und Mineralogie, am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert damit die Anschaffung von High-Tech-Geräten. Sie sollen bei der Entwicklung von hochsensitiven Proteinnachweismethoden zum Einsatz kommen, mit deren Hilfe zukünftig Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder auch Krebs diagnostiziert werden könnten.

Angeschafft werden ein hochauflösendes Hybridmassenspektrometer (Orbitrap XLTM) der neuesten Generation, ein Live-Cell-Imaging-Fluoreszenz-Mikroskop und ein Mikrowellen-Peptidsynthesizer.

Dr. Thole Züchner, neben Prof. Ralf Hoffmann einer der zwei Projektbeteiligten und Leiter der Nachwuchsgruppe Ultrasensitive Protein Detection Unit am BBZ, betont: "Das wird unsere bisherigen Arbeiten auf dem Gebiet der Entwicklung und Anwendung hochsensitiver Proteinnachweismethoden entscheidend vorantreiben und wir sind zuversichtlich, die momentan erreichten Nachweisgrenzen im unteren attomol-Bereich (10-18 entspricht 0,000.000.000.000.000.001) noch schneller als bisher gedacht weiter zu verbessern und zur Marktreife zu bringen."

Ziel ist es, mit Hilfe der Geräte kleinste Molekülmengen von krankhaft veränderten Eiweißen im Körper nachzuweisen, wie Sie beispielsweise bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer vorkommen. So können Krankheiten noch effektiver, frühzeitiger und eindeutiger diagnostiziert werden. "Mit den Geräten werden die am Institut bereits etablierten Forschungsarbeiten weiter gestärkt", erklärt Professor Ralf Hoffmann. "Über Technologieplattformen stehen sie aber auch unseren akademischen und industriellen Kooperationspartnern zur Verfügung."

Mit den Fördermitteln wird die Entwicklung neuer hochsensitiver Diagnosesysteme in Zusammenarbeit mit mehreren Firmen der Region Mitteldeutschland unterstützt. Damit verbunden ist auch die Suche nach weiteren qualifizierten wissenschaftlichen Mitarbeitern zur Entwicklung neuartiger Analysetechniken.