32. Jahrestagung der Akademie für Sexualmedizin an der Universität Leipzig

Pressemitteilung vom 25.04.2008
Die 32.Jahrestagung der Akademie für Sozialmedizin spannt den Bogen von Befunden der neurobiologischen Forschung (zum Oxytocin) über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Geschlechtsidentitätsstörungen sowie die sexuellen Traumatisierungen im Kindes- und Jugendalter. Tagungspräsident ist Professor Dr. Henry Alexander von der Universitätsfrauenklinik Leipzig.
Zeit 30. April 2008 bis 03. Mai 2008
Ort Zentrum für Frauen- und Kindermedizin der Universität Leipzig
Liebigstraße 20a

Die Akademie für Sexualmedizin als medizinische Fachgesellschaft weist darauf hin, dass mindestens 30 Prozent der Erwachsenen im Laufe ihres Lebens längere Zeit an einer behandlungsbedürftigen sexuellen Störung mit nachhaltiger Beeinträchtigung der Lebensqualität leiden. Hierbei kann es sich um sexuelle Funktionsstörungen des Mannes oder der Frau handeln, die zu allermeist nicht nur den Patienten selbst, sondern auch seine Partnerschaft und seine Familie betreffen. Derartige Störungen treten aber häufig auch im Gefolge anderer Grunderkrankungen (wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen) auf, sowie im Gefolge sexueller Traumatisierung.

"Bisher ist die Sensibilität für sexualmedizinische Probleme im ärztlichen Alltag nur schlecht ausgebildet. Aus meiner eigenen Erfahrung als Frauenarzt und Reproduktionsmediziner musste ich während meiner täglichen Arbeit feststellen, dass ich während meiner Ausbildung zu wenig Wissen und Handwerkszeug vermittelt bekommen habe, wie man sexuelle Störungen diagnostiziert und professionell behandeln kann.", sagt der Reproduktionsmediziner Professor Alexander.

Die Tagung soll dazu beitragen, die Defizite abzubauen und die Versorgung der betroffenen Patienten in Deutschland zu verbessern.