Einladung zur Pressekonferenz: 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in Leipzig

Pressemitteilung vom 09.11.2009
Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Doch mehr als 10 Prozent der Bevölkerung leiden unter Schlaf-Wach-Störungen, die dringend behandlungsbedürftig sind. Etwa 15 Prozent der Deutschen leben gegen ihre innere Uhr. Ihr Alltag und ihre Arbeitszeiten stimmen nicht mit der vom Körper gefühlten Zeit überein und das kann krank machen. "Schlaf und Krankheit" ist das Leitthema der 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), die vom 12. -14. November in Leipzig zahlreiche Experten versammelt. Wir möchten sie recht herzlich zur Pressekonferenz einladen:
Zeit 13. November 2009, 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr
Ort Congress Center Leipzig
Messehalle 1: Seminarraum 13, Ebene 2

Auf der Pressekonferenz möchte die DGSM über verschiedene Aspekte ihres Tätigkeitsfeldes und die Schwerpunkte der Jahrestagung informieren. Journalisten haben aber auch die Möglichkeit, offene Fragestellungen mit Experten auf dem Gebiet der Schlafforschung und Schlafmedizin zu erörtern:

Dr. med. Andrea Bosse-Henck, Tagungspräsidentin, Leiterin des Schlaflabors am Zentrum für Innere Medizin des Universitätsklinikums Leipzig: Schlaf im Krankenhaus/Schlafstörungen bei organischen Erkrankungen
Dr. med. Steffen Schädlich, Tagungspräsident, Oberarzt und Leiter des Schlaflabors am Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau: Neue Versorgungsstrukturen der Schlafmedizin, insbesondere der Betreuung von Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen, unter den neuen Bedingungen der Gesundheitspolitik
Prof. Dr. med. Geert Mayer, Vorsitzender der DGSM, Leitender Arzt der Hephata-Klinik, Fachkrankenhaus f. Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie: Prävention und Schlaf. Macht Schichtarbeit krank?
PD Dr. med. Ingo Fietze, Geschäftsführender Vorsitzender der DGSM, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité - Universitätsmedizin Berlin: Müdigkeit am Steuer
Prof. Dr. med. Göran Hajak, Ärztlicher Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Universität Regensburg: Neue Kenntnisse in der Arzneimitteltherapie von Schlafstörungen


Hintergrund:

Die Schlafmedizin ist ein junges Fachgebiet. Seit der Entdeckung des REM-Schlafes durch Aserinsky und Kleitmann 1956 ist zunehmend deutlich geworden, dass die Medizin vorwiegend eine "Tagmedizin" ist, von der sich die "Nachtmedizin" unterscheidet. Die Schlafmedizin hat seither eine wissenschaftliche Expansion erlebt, die es uns heute erlaubt, nach einer internationalen Klassifikation der Schlafstörungen (ICSD 1990) 88 verschiedene Schlaf-Wach-Störungen zu diagnostizieren. Inzwischen existieren in Deutschland über 320 akkreditierte Schlaflabore, die in der Lage sind, die Differentialdiagnostik und Therapie komplett durchzuführen. Die in der Schlafmedizin tätigen Fachleute haben sich 1987 zu einem "Arbeitskreis Schlafmedizin" zusammengeschlossen, aus dem 1992 die "Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin DGSM" hervorging. Heute hat die DGSM mehr als 2.000 aktive Mitglieder.