HNO-Universitätsklinik Leipzig ist Gastgeber für die 11. Deutsch-Tschechischen HNO-Tage

Pressemitteilung vom 18.09.2012
Leipzig. Die 11. Deutsch-Tschechischen HNO-Tage finden vom 21. bis 22. September 2012 in Leipzig statt. Die HNO-Universitätsklinik ist zum ersten Mal Gastgeber für das seit 2007 jährlich veranstaltete Symposium. Hals-Nasen-Ohren-Mediziner aus Mitteldeutschland und der gesamten tschechischen Republik diskutieren in den zwei Tagen über aktuelle Entwicklungen und stellen Forschungsergebnisse vor.

Die Deutsch-Tschechischen HNO-Tage gingen 1992 aus der Vereinigung Mitteldeutscher HNO-Ärzte hervor und wurden zunächst alle zwei Jahre abwechselnd in Deutschland und Tschechien abgehalten. Professor Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde am UKL, ist Präsident der Vereinigung Mitteldeutscher HNO-Ärzte für das kommende Jahr und hat die binationale Veranstaltung 2012 nach Leipzig geholt. 2013 wird auch die Jahrestagung der Vereinigung Mitteldeutscher HNO-Ärzte in Leipzig stattfinden.

Im Mittelpunkt der Tagung am kommenden Wochenende steht ein großer Themenkomplex zur Onkologie. Dabei wird unter anderem die Rolle der Humanen Papillomaviren (HPV) bei der Entstehung von Tumoren im Kopf- und Halsbereich in den Fokus gerückt. Beiträge von tschechischer Seite gibt es zudem zu einem Blutwäscheverfahren, welches seit einigen Jahren erfolgversprechend bei einem plötzlichen Hörverlust, dem so genannten Hörsturz, zur Behandlung eingesetzt wird. Am Freitagabend steht für die Tagungsteilnehmer ein Empfang beim Ersten Bürgermeister der Stadt Leipzig, Andreas Müller, und Dr. Jarmila Krejcikova, der Generalkonsulin der Tschechischen Republik, im Neuen Rathaus auf dem Programm.

Das erste inoffizielle Treffen tschechischer und ostdeutscher HNO-Ärzte gab es bereits 1989. Ihr Ziel war es, wissenschaftliche Erfahrungen international in kleinem Kreis auszutauschen, wozu es bis Anfang der 90er Jahre durch die politischen Einschränkungen nur begrenzte Möglichkeiten für ostdeutsche und osteuropäische Ärzte gab.

Die Treffen der Mediziner aus Mitteldeutschland und Tschechien reihen sich ein in eine lange Wissenschaftstradition, die Leipzig vor allem mit der Hauptstadt des Nachbarlandes verbindet: Die zweitälteste deutsche Universität wurde 1409 durch Magister der Prager Hochschule gegründet.

Ines Christ

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.