Zum Geburtstag Blut

Pressemitteilung vom 02.06.2009
Die Universität Leipzig wird 600 Jahre. Zwei Medizinstudenten haben zum runden Geburtstag ein etwas anderes Projekt gestartet: Mit ihrem Projekt 600 x Blut wollen sie es schaffen, 600 Konserven Blut zu sammeln. er erste der drei Termine am 6. und 7. Juni 2009 jeweils von 11:00 bis 17:00 Uhr findet zu "campus 2009" im neuen Seminargebäude am Augustusplatz im ersten Obergeschoss im Raum 120 statt.

Durchgeführt wird die Aktion durch das Institut für Transfusionsmedizin, der Blutbank des Leipziger Universitätsklinikums. Jeder Spender erhält vom Institut ein "Dankeschön" in Form eines Gutscheines über zehn Euro. Das Besondere: Er hat die Wahl, ob er einen Gutschein von der Lehmanns Buchhandlung oder von Galeria Kaufhof möchte.

Zusätzlich sorgt 600 x Blut für Spenden an das Ronald McDonald Haus Leipzig, in dem Familien während der Behandlung ihrer schwer kranken Kinder in der Nähe des Klinikums wohnen können. "Nicht nur Studenten, sondern alle Leipziger sind zur Spende für den doppelten guten Zweck aufgerufen.", sagt Richard Gnatzy, einer der Initiatoren, und erklärt den zweiten ungewöhnlichen Ansatz des Projektes: "Wir wollten unbedingt noch ein Hilfsprojekt aus Leipzig in unser Konzept einbeziehen. Deshalb haben wir Unternehmen angesprochen, die jetzt das Ronald McDonald Haus fördern."

Wer an dem Wochenende Blut spenden möchte, sollte vorher gut gegessen und getrunken haben und seinen Personalausweis mitbringen. Nach dem Ausfüllen eines Spenderfragebogens kommt die ärztliche Untersuchung und dann noch ein kleiner Stich - Und nach fünf bis zehn Minuten ist es dann geschafft. Nach der Spende ist noch eine kurze Ruhephase von mindestens 15 Minuten einzuhalten, in welcher sich der Spender mit einem Verpflegungspaket und Getränken stärken kann. Für das Blut beginnt dann zurück im Institut eine lange Reise durch die Kontrollen, es wird in seine Bestandteile getrennt, abgefüllt und rettet dann schließlich innerhalb der nächsten 42 Tage jemandem das Leben.

Die letzten Jahrzehnte rapiden medizinischen Fortschrittes änderten an einer Sache nichts - es gibt keinen künstlichen Ersatz, der die genialen Eigenschaften des Blutes auch nur ansatzweise nachahmt: Es transportiert unter anderem den lebenswichtigen Sauerstoff, Nährstoffe und Wärme durch den ganzen Körper hindurch, es wehrt Krankheitserreger ab und es verschließt Wunden. 80 Prozent der Menschen benötigen irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal eine Blutkonserve oder ein Medikament, das aus Blut gewonnen wird. Aber nur drei Prozent der Menschen spenden regelmäßig, Tendenz fallend: Auf ihrem letzten Kongress warnte die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in der Zukunft vor Engpässen in der Blutversorgung.

600 x Blut ist ein Projekt des Fachschaftsrates der Studierenden an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig zum 600-jährigen Jubiläum der Universität Leipzig und wird von Richard Gnatzy (21) und Rudi Ascherl (19) organisiert, die beide im zweiten Jahr an der Uni Leipzig Humanmedizin studieren.