LOM-LOL-LOF

Pressemitteilung vom 09.03.2009
Was wie ein Zungenbrecher klingt, beschreibt die Gegenwart an den Universitäten: Leistungsorientierte Mittelvergabe, Leistungsorientierte Flächenvergabe, Leistungsorientierung in der Lehre. Die Universitätslandschaft in Deutschland befindet sich in einem grundlegendem Wandel. Dazu gibt es einen Vortrag auf der Buchmesse-Akademie.
Zeit 14. März 2009, 16:00 Uhr
Ort Leipziger Buchmesse
Stand der Universität Leipzig
Halle 3, G201/H200

Auf der 10. Leipziger Buchmesseakademie während der Leipziger Buchmesse präsentiert sich die Universität Leipzig im Jubiläumsjahr mit vielen interessanten Themen (wie berichtet). Auch die grundlegenden Veränderungen an den Universitäten werden in einem Vortrag diskutiert.

Die Geisteswissenschaftlerin Prof. Charlotte Schubert, Fakultät für Geschichte, Kunst und Orientwissenschaften, und der Mediziner Prof. Dr. Wieland Kiess, Medizinische Fakultät, setzen sich auseinander mit Modellen der leistungsorientierten Finanzierung von Forschung und Lehre wie sie in LOM, LOL und LOF ihren Ausdruck findet.

LOM - leistungsorientierte Mittelvergabe, LOL - leistungsorientierte Lehre und LOF - leistungsorientierte Laborflächenvergabe sind den Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer inzwischen geläufige Kürzel, die nicht immer nur auf Gegenliebe stoßen. Werfen wir damit nicht Humboldts Ideale über Bord? Wird damit noch die Verknüpfung von Lehre und Forschung gewährleistet? Woran kann die Qualität von Lehre und Forschung überhaupt gemessen werden? Wie viel Mess- und Kennzahlen
brauchen die Universität und die Gesellschaft, die sie finanziert?

"Die zunehmende Evaluierung von Lehre und Forschung wirft Fragen auf, die noch keineswegs alle beantwortet sind, mit denen sich die Universitätsöffentlichkeit und darüber hinaus die Öffentlichkeit allgemein, aber auseinander setzen müssen, wenn sie im Leistungsvergleich der Hochschulen, wie er spätestens mit der Exzellenzinitiative heraufbeschworen wurde, und angesichts der immer knapper werdenden Mittel auseinandersetzen muss", sagt Prof. Kiess.

"Die öffentliche Diskussion auf der Buchmesse will einen Beitrag nicht nur schlechthin zum Meinungsstreit erbringen, sondern weg von der bloßen Diskussion von Schlagwörtern hin zur Umsetzung eines Prozesses weisen, der, erst einmal in Gang gekommen, nicht mehr aufzuhalten ist", so Prof. Schubert.
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