Internationaler Trainingskurs am chirurgischen Cockpit

Pressemitteilung vom 13.01.2009
Eine weltweit einmalige Veranstaltung zum Training am chirurgischen Cockpit für HNO-Chirurgie zieht nun bereits zum 2. Mal Chirurgen aus aller Welt an die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig.
Zeit 22. Januar 2009 bis 24. Januar 2009
Ort HNO-Klinik
Liebigstraße 10-14

und

Institut für Anatomie
Liebigstraße 13

Chirurgen aus Kuwait, Saudi Arabien, Pakistan, Griechenland, Österreich, Deutschland und aus der Schweiz kommen zu einem von der Klinik für Hals-, Nasen, Ohrenheilkunde in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum für computergestützte Chirurgie (ICCAS) organisierten internationalen chirurgischen Trainingskurs nach Leipzig, um sich mit einer neuen Generation chirurgischer Assistenzsysteme vertraut zu machen.

"Diese weltweit einmalige Veranstaltung trainiert erfahrene Hals- Nasen-, Ohrenchirurgen mit einer neuen Generation von chirurgischen Assistenzsystemen", sagt Professor Dr. Andreas Dietz, einer der drei wissenschaftlichen Leiter des Kurses und Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der Universität Leipzig. Diese Assistenzsysteme umfassen Planungssoftware zur Ermittlung optimaler Zugänge, z. B. für Tumoroperationen an der seitlichen Schädelbasis, Systeme zur virtuellen Endoskopie vor Nasennebenhöhlenoperationen, Trainingssysteme für komplizierte Eingriffe am Ohr, Frässysteme mit automatischer Sicherheitsabschaltung, Sensorsysteme und neuartige Mikromanipulatoren zur mikroskopischen Präparation.

"Während des Kurses werden konventionelle Zugänge durch Chirurgen dargestellt und trainiert. Das Besondere ist, dass für sämtliche Eingriffe die neuen Assistenzsysteme in praxi genutzt werden", ergänzt PD Dr. Gero Strauß, der als Chirurg maßgeblich an der Entwicklung der Frässysteme mit automatischer Sicherheitsabschaltung beteiligt war und ein Leiter des Kurses. Dabei werden nicht nur Bedienkonzepte und ihre Möglichkeiten vorgestellt, sondern es wird auch auf Fehler und Probleme hingewiesen, die mit dem Einsatz automatisierter Systeme verbunden sein können.

Dritter Leiter des Kurses ist Professor Dr. Tim Lüth von der Technischen Universität München, der als Ingieneur die meisten der Assistenzsysteme entwickelt hat. Hier zeigt sich eine weitere Besonderheit des Kurses: Das Miteinander von Chirurgie, Ingenieurwissenschaft und Informatik. Auch die Referenten und Trainer repräsentieren die drei Bereiche.