Stadt investiert in Infrastruktur der Universitätsmedizin

Pressemitteilung vom 23.07.2010
Die Liebigstraße, Hauptverkehrsader der Leipziger Universitätsmedizin, soll bis 2013 ausgebaut werden, um den Anforderungen einer modernen Infrastruktur gerecht zu werden. Während der Eröffnung des ersten Bauabschnitts sagte Oberbürgermeisters Burkhard Jung, in den vergangenen Jahren seien auf beachtliche Weise Millionen in Forschung, Lehre und Patientenversorgung investiert worden. Jetzt sei es für die Stadt an der Zeit, in die Infrastruktur zu investieren. Die Gesamtkosten von rund 2 Millionen Euro tragen neben der Stadt Leipzig das Universitätsklinikum Leipzig und der Freistaat Sachsen.
Bild vergrößern Vor der Baustelleneröffnung machte sich die Rathausdelegation ein Bild von den jüngsten Entwicklungen auf dem Medizincampus. (vlnr: Uwe Albrecht, Prof. Wolfgang Fleig, Burkhard Jung, Prof. Joachim Thiery, Lothar Krüger)  

An der Liebigstraße zwischen Nürnberger Straße und Johannisallee liegt der Großteil der Gebäude von Medizinischer Fakultät und Uniklinikum. Anlaufpunkt für täglich viele tausend Mitarbeiter, Studenten, Patienten, Angehörige und den Lieferverkehr. "Klinikum und Fakultät sind nicht nur eine ganz wichtige Gesundheitseinrichtung der Stadt, sondern auch der zweitgrößte Arbeitgeber nach der Stadtverwaltung", stellte der Oberbürgermeister bei der Baustelleneröffnung fest. "Höchste Zeit", so Jung, "die Liebigstraße den veränderten Bedingungen anzupassen und den Besonderheiten der innerstädtischen Lage Rechnung zu tragen. Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten."

In den kommenden drei Jahren wird die Liebigstraße komplett neu gestaltet. Geplant ist, in insgesamt drei Bauphasen die Fahrbahn auf einer Länge von 777 Metern durchgängig zweispurig auszubauen. Auf beiden Seiten werden die Gehwege kinder- und behindertengerecht ausgebaut, über 50 Kurzzeitparkplätze werden geschaffen, 10 Behindertenstellplätze sowie Stellflächen für Taxis und Feuerwehr. Darüber hinaus wird die Straßenbeleuchtung komplett erneuert und eine durchgehende Baumreihe gepflanzt. Bei dieser Gelegenheit werden außerdem neue Wasser-, Abwasser- und Elektrizitätsleitungen verlegt sowie ein neues Datenkabel. Aufgrund der enorm gestiegenen Anforderungen moderner Kommunikation, insbesondere zwischen den verschiedenen Forschungseinrichtungen, die auf ein Hochgeschwindigkeitsnetz angewiesen sind, ist das technische Limit für Strom und Datenverkehr bereits erreicht.

Die erste Bauphase, der Abschnitt zwischen Nürnberger und Stephanstraße, wurde im Beisein von Oberbürgermeister Burkhard Jung, Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht und Vertretern der Universitätsmedizin nun offiziell eröffnet und soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein. Die Liebigstraße wird auf ihrer gesamten Länge künftig als Tempo-20-Zone mit Parkverbotsflächen eingerichtet, um Durchgangsverkehr zu vermeiden. Im Zuge dessen wird auch ein neues, übersichtliches Wegeleitsystem eingeführt.

"Bis zu diesem ersten Bauabschnitt haben wir lange gewartet", sagte Klinik-Vorstand Prof. Wolfgang Fleig und kündigte Ruhezonen für den Verkehr an, um die Abläufe zu entzerren. Prof. Joachim Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät ergänzte: "Die Hauptschlagader der Leipziger Universitätsmedizin wird künftig alle Patienten, Besucher, Ärzte, Mitarbeiter und Studierende viel besser zu ihren hochmodernen Zielen auf dem Campus Liebigstraße führen."

Bildunterschrift: Vor der Baustelleneröffnung machte sich die Rathausdelegation ein Bild von den jüngsten Entwicklungen auf dem Medizincampus. (vlnr: Uwe Albrecht, Prof. Wolfgang Fleig, Burkhard Jung, Prof. Joachim Thiery, Lothar Krüger)