Leukämiestudie - Förderung durch Deutsche Krebshilfe

Pressemitteilung vom 30.06.2010
Eine Leipziger Studie zur Stammzelltransplantation bei Leukämieerkrankung, die neue Transplantationsverfahren mit der medikamentösen Therapie vergleicht, wird europaweit ausgedehnt. Die Deutsche Krebshilfe finanziert die Untersuchungen mit mehr als einer Million Euro.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Fortschritte im Bereich der Leukämieentstehung, Diagnostik und Behandlung sowohl bei jüngeren, aber vor allem bei älteren Patienten erzielt. Während bis vor wenigen Jahren ältere Patienten nur eine kleine Überlebenschance hatten, können heute viele Patienten auf eine Heilung hoffen. Nicht nur neue Medikamente sondern auch neue Transplantationsverfahren spielen hier eine Schlüsselrolle. "Leipzig hat dabei weltweit eine entscheidende Rolle gespielt und wird sie nun ausbauen", freut sich Prof. Dietger Niederwieser, Leiter der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie. "Nicht umsonst wird die Studie unter Fachleuten als Meilenstein angesehen."

Erfahrungen an kleineren Patientenzahlen haben in Leipzig bereits sehr erfolgversprechende Resultate hervorgebracht, deshalb werden nun Studiengruppen aus der Schweiz, Holland, Frankreich und Spanien Vergleiche zwischen der Leipziger Transplantationsmethode und der Chemotherapie anstellen. Die Untersuchungen werden von Leipzig aus koordiniert, das Zentrum für klinische Studien (ZKS Leipzig) wird die Studie überwachen und auswerten.

Den beteiligten Patienten werden besondere Qualitätsmerkmale geboten, indem die Ergebnisse zentral evaluiert und in Bezug auf ihre Güte kontrolliert werden. Weltweit handelt es sich um die erste Vergleichsstudie dieser Art, zudem erstmals mit Patienten über 60 Jahre. Die Erkenntnisse hieraus werden helfen, die Behandlung der akuten Leukämie wesentlich zu verbessern und die Sicherheit der Patienten zu erhöhen.