Die Welt wieder hören können - Eröffnung des Cochlea-Implantat-Zentrums Leipzig

Pressemitteilung vom 19.04.2010
Aus Anlass der Eröffnung des Cochlea-Implantat-Zentrums Leipzig laden wir Sie zu einem Pressegespräch ein.
Zeit 21. April 2010, 11:00 Uhr
Ort Kopfkliniken am Bayrischen Bahnhof
Liebigstraße 10-14
Eingang Liebigstraße 12
Raum B013

Am Gespräch nehmen teil:

- Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der HNO-Klinik
- Prof. Dr. Michael Fuchs, Ärztlicher Leiter des Zentrums
- Gabriele Fechner, Sächsische Landesschule für Hörgeschädigte Leipzig "Samuel Heinicke"
- Frau Lange, Patientin und Trägerin eines Cochlea-Implantats
- Familie Rößner (Sohn Mick, 1,5 Jahre alt ist Träger eines Cochlea-Implantats)

Cochlea-Implantate können helfen, wenn Hörgeräte bei einer angeborenen oder erworbenen Schwerhörigkeit nicht mehr ausreichen. So haben beispielsweise zwei von 1000 Kindern eine so starke Hörschädigung, dass die Implantation eines Cochlea-Implantats angezeigt ist. Das Implantat umgeht die inaktiven Sinneszellen und reizt direkt den Hörnerv. Allerdings muss der Patient erst lernen, mit dieser neuen Hörsituation umzugehen. Deshalb sind bereits vor und vor allem nach der Operation viele individuelle Schritte notwendig, damit der Patient wieder hören kann. Diese individuelle Betreuung übernehmen die Ärzte, Therapeuten, Audiologen, Techniker, Pädagogen und Wissenschaftler des Cochlea-Implantat-Zentrums ein Leben lang. Bei Kindern kooperieren das Universitätsklinikum Leipzig und die älteste pädagogische Einrichtung für Hörgeschädigte, die Samuel Heinicke Förderzentrum.

Das Besondere am Leipziger Cochlea-Implantat-Zentrum ist auch die enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Hirnforschern der Universität Leipzig. So erforscht man z. B. die Auditive (Hör-) Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) bei Kindern, eine zentrale Hörstörung, bei der die Weiterleitung und Verarbeitung des Gehörten im Gehirn gestört ist. Welche Auswirkungen das hat und was man dagegen tun kann erfahren Sie auf unserer Pressekonferenz.

Das Zusammenspiel der Experten und die einzigartige Kooperation der Mediziner mit den Förderpädagogen und Wissenschaftlern wollen wir Ihnen im Verlauf des Pressegesprächs erläutern. Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, eine ältere Patientin und die Eltern eines ganz jungen Patienten zu ihren Erfahrungen mit dem Cochlea-Implantat zu befragen.