Je feiner die Bildgebung, desto schonender die Eingriffe

Pressemitteilung vom 25.03.2010
Zur Fortbildungsveranstaltung "Radiologie aktuell 2010" werden rund 400 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet. Die diesjährigen Schwerpunkte sind Erkrankungen der Leber und Gallenwege sowie der Kopf-Hals-Region. Außerdem werden neue Schnittbildtechniken im Bereich CT und MRT vorgestellt.
Zeit 26. März 2010, 13:00 Uhr bis 27. März 2010, 13:00 Uhr
Ort Mendelssohnsaal des Gewandhauses
Augustusplatz

Um Veränderungen im Körper sichtbar zu machen, kommen Patienten immer häufiger "in die Röhre". Die bildgebenden Möglichkeiten der diagnostischen Radiologie haben sich mit der Röntgen-Computertomographie und der Magnetresonanztomographie enorm erweitert, zumal durch eine Kombination dieser Verfahren sowie der Einbeziehung nuklearmedizinischer Untersuchungsmethoden (PET-CT) immer bessere Ergebnisse erzielt werden können. So müssen Patienten, bei denen die Gallen- oder Bauchspeicheldrüsengänge abgebildet werden sollen, häufig kein Endoskop mehr schlucken, wie es bei der konventionellen Röntgenuntersuchung der Fall ist. Dreidimensionale Bilder der Gallenwege werden inzwischen mittels MRT nicht-invasiv und ohne Kontrastmittel, also wesentlich schonender gewonnen.
Je detailreicher die Bilder, desto zielgerichteter die Behandlung. So wird zunehmend bei Lebertumoren eine kathetergesteuerte Embolisationstherapie (transarterielle Chemoembolisation) oder eine perkutane Verödung durch Erhitzung (RF-Therapie) durchgeführt. "Oder nehmen Sie Operationen von Gallengangstumoren. Sie konnten derart verbessert werden, dass die Überlebenschancen deutlich gestiegen sind.", sagt Tagungsleiter Prof. Dr. Thomas Kahn von der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Universität Leipzig.

Während der Fortbildungsveranstaltung haben Radiologen und Mediziner aus benachbarten Disziplinen an den zwei Tagen die Möglichkeit, sich über neue Entwicklungen zu informieren und ihre Augen zu schulen.