Rheuma kann viele Ursachen haben

Pressemitteilung vom 13.01.2010
Der 11. interdisziplinäre Workshop zur Rheumatologie setzt sich auseinander mit aktuellen Erkenntnissen zu körperlichen und psychischen Ursachen von Rheuma sowie mit neuen therapeutischen Ansätzen, die sich daraus ergeben.
Zeit 16. Januar 2010
Ort Hörsaal im operativen Zentrum
Liebigstraße 20

"Schwerpunkt dieses Workshops ist die Diskussion von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen endokrinologischen und rheumatologischen Erkrankungen, bei denen durchaus ähnliche krankmachende Mechanismen doch zu ganz anderen therapeutischen Ansätzen führen", sagt der Leiter der Sektion Rheumatologie und Gerontologie an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Christoph Baerwald, der den Workshop zusammen mit Prof. Dr. Holm Häntzschel, erster Sprecher des Rheumazentrums, organisiert hat. Weiterhin stehen auf der Tagesordnung das breite Spektrum der Differentialdiagnosen und Medikamenteninteraktionen. Insbesondere über neurologische Komplikationen und diesbezügliche Vorsichtsmaßnahmen wird gesprochen. Illustriert wird die Problematik anhand konkreter Krankheitsfälle.

Psyche und Rheuma

Der Zusammenhang Psyche und Rheuma ist ein immer wieder diskutiertes Problem. Dr. Olga Malysheva aus der Sektion Rheumatologie und Gerontologie setzt sich auf dem Workshop mit Stress und rheumatoider Arthritis auseinander. "Wir wissen, dass Stress allein kein Rheuma auslösen kann. Aber wenn bestimmte Anlagen vorhanden sind, kann Stress durchaus zum Ausbruch oder zu neuen Schüben von Rheuma führen", erklärt Prof. Baerwald. "Depressionen sind eher eine Folgeerscheinung der Diagnose Rheuma, die ja zu weitreichenden Konsequenzen für das Alltagsleben führt." Dazu spricht Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie der Universität Leipzig.