Kinderuniversität zu Wackelzähnen, Spurensicherung und mehr

Pressemitteilung vom 31.08.2011
Die Universität Leipzig lädt nach zweijähriger Pause wieder Mädchen und Jungen zwischen acht und 12 Jahren zur Kinderuniversität ein. Auf dem Programm stehen zunächst vier Vorlesungen im Hörsaalgebäude auf dem Campus Augustusplatz, in denen die Kleinen in das studentische Leben und Arbeiten hineinschnuppern können. Initiiert wurde die Veranstaltungsreihe von Prof. Torsten Schöneberg, dem Prodekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.
Bild vergrößern Kinderuniversität Foto: Armin Kühne  

Die erste Vorlesung zum Thema "Wie beißen wir uns am besten durchs Leben? - Von Wackelzähnen, Löchern und Co." startet am 9. September um 16:30 Uhr. Zahnmediziner Prof. Dr. Christian Hirsch vom Universitätsklinikum Leipzig wird seinen jungen Zuhöreren 45 Minuten lang kindgerecht erklären, was die eigenen Zähne über uns verraten. Zudem erfahren die wissbegierigen Mädchen und Jungen, wie Zähne entstehen und was zu tun ist, wenn man nach einem Unfall einen Zahn verloren hat. Danach haben sie Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Am 16. September schildert Susanna Rankin vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie um die gleiche Zeit unter dem Titel "Affen, Neandertaler und ich", wie die Entwicklung des heutigen Menschen abgelaufen ist. Eine Woche später lernen die Zuhörer unter anderem, wie mit der Forensik Spuren an Tatorten gesichert werden, um so Straftäter überführen zu können. Dr. Jeanett Edelmann vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Leipzig refereriert dazu unter dem Titel. "Was geschah letzte Nacht?". Die letzte Vorlesung dieser auf vier Veranstaltungen begrenzten Reihe ist am 7. Oktober geplant. Oberarzt Michael Kroll in der Klinik für Psychatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, erklärt, wie Traurigkeit, Freude, Wut und Angst in den Körper kommen und wie man gut auf seine Seele aufpasst.

Zur ersten Vorlesung bekommen die Kinder Studentenausweise, die vor Beginn jeder Veranstaltung abgestempelt werden. "Wer mindestens drei Stempel hat, erhält am Ende ein Diplom", sagt Anja Pohl von der Universität Leipzig, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Anke Gutschale die Tradition der Kinderuni wiederbelebt hat. Bereits von 2005 bis 2009 hatte es an der Alma mater regelmäßig Vorlesungen für Kinder gegeben.

"Ich habe vor einigen Jahren schon einmal für die Kinderuniversität eine Vorlesung gehalten und war begeistert von dem Interesse und der Neugier der Kinder. Die Medizinische Fakultät möchte mit dieser Neuauflage dazu beitragen, dass die Kinderuniversität wieder einen dauerhaften Platz an der Universität Leipzig findet", sagt Prof. Torsten Schöneberg. Pohl hofft auf eine ähnlich gute Resonanz wie bei der Kinderuni vergangener Jahre. "Wir nehmen gern die 300 Teilnehmer, die es früher einmal waren", sagt sie.

Die Teilnahme an der Kinderuni ist kostenlos. Die Veranstalter bitten allerdings um vorherige Anmeldung auf der Website der Kinderuni. Erwachsene Begleiter oder jüngere Geschwister der Jungen und Mädchen können die Vorlesungen per Videoübertragung im benachbarten Hörsaal verfolgen.