Essen für die Forschung - Probanden gesucht

Pressemitteilung vom 08.03.2011
Um mehr über das Essverhalten von Kindern herauszufinden, starten Wissenschaftler am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen in Leipzig jetzt eine großangelegte Studie mit Kindern und ihren Eltern.

"Wir wollen herausfinden, welche Faktoren das Gewicht von Kleinkindern langfristig beeinflussen", sagte die Projektleiterin Dr. Verena Wendt. Vor allem aber soll der Entstehung von Übergewicht bei Kindern auf den Grund gegangen werden: Welche Rolle spielt das elterliche Verhalten, welche Rolle das Temperament des Kindes?

In den letzten Jahren hatte es einige vielbeachtete Studien gegeben, die zeigen konnten, dass Kinder die zu wenig schlafen oder ein extrem hohes oder niedriges Geburtgewicht aufwiesen, häufiger übergewichtig waren, als andere Kinder. An diese Ergebnisse will das Leipziger Forschungsteam anknüpfen.
"Wie möchten natürlich am Ende den Eltern sagen können, wie sie ihren Kindern besser helfen können", so die Expertin, "Dafür werden wir mit Hilfe der Forschung ein Präventionsprogramm entwickeln."

Zurzeit suchen die Forscher noch freiwillige übergewichtige und normalgewichtige Eltern mit ihren Kleinkindern (0-3 Jahre). Die Teilnehmenden werden über einen Zeitraum von drei Jahren jährlich eingeladen, um mit den Wissenschaftlern zu essen. Dabei werden Fragebögen ausgefüllt und Interviews geführt. Alle gesammelten Daten werden anonymisiert und vertraulich behandelt. Für die Teilnahme gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung.
Interessenten können sich unter der Nummer 0341-9724045 oder per Mail unter verena.wendt@medizin.uni-leipzig.de melden.

Das IFB AdipositasErkrankungen ist eines von acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Es ist ein gemeinsames Projekt der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig (AöR). Ziel der Bundesförderung ist es, Forschung und Behandlung interdisziplinär so unter einem Dach zu vernetzen, dass Ergebnisse der Forschung schneller als bisher in die Behandlung integriert werden können. Das IFB AdipositasErkrankungen hat mit 19 Forschungsprojekten begonnen und wird mit über 120 Mitarbeitern das Feld der Adipositasforschung und -behandlung in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen.