Lernen als Erlebnis - neuer Durchgang der Kinderuni

Pressemitteilung vom 16.08.2012
Bevor für die Erwachsenen das neue Semester beginnt, heißt die Universität Leipzig wieder Kinder von acht bis zwölf Jahren bei der Kinderuni willkommen. Während fünf Vorlesungen führen Leipziger Wissenschaftler durch ihre Spezialgebiete, dieses Mal mit den Schwerpunkten Naturwissenschaft und Sprachforschung. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, aber anmeldepflichtig.
Zeit 14. September 2012 bis 12. Oktober 2012
Ort Institut für Experimentelle Physik
Großer Hörsaal
Linnéstraße 5
04103 Leipzig
Bild vergrößern Manchen Kindern reicht die Vortragszeit nicht aus. Sie bestürmen die Dozenten auch danach mit Fragen. Foto: Daniel Eckert-Lindhammer  

Mit dem dritten Durchgang der Kinderuni-Neuauflage hat sich die Initiative von Prof. Torsten Schöneberg, dem Prodekan der Medizinischen Fakultät, verstetigt. Den Vorlesungsauftakt macht sein Kollege Physiker Prof. Dr. Daniel Huster aus Freude an unterhaltsamer Wissensvermittlung und in der Hoffnung, einen Funken überspringen zu lassen. "Wenn wir erwachsene Studierende im Nebenfach Physik an die Uni bekommen, sind die schon längst abgeschreckt. Dabei ist Naturwissenschaft nicht nur wichtig, sondern auch etwas, das Freude machen soll und cool ist." Der Antrieb, etwas wissen zu wollen, gehe häufig irgendwann unterwegs verloren, so Huster. "Deshalb ist es notwendig, Kinder auf spielerische Art früh zu fördern, wie es sich die Kinderuni zum Ziel gesetzt hat." Auch seine Tochter sei vor einem Jahr eher widerwillig zur ersten Vorlesung gegangen. Das sei aber rasch in Begeisterung umgeschlagen. Ab dem 14. September werden die 10-jährige und ihre Freunde wieder unter den Zuhörern sein und sich die Welt im kleinen und größeren Zusammenhang erklären lassen.


14. September 2012, 16:30 Uhr: Wippen, Schaukeln, Rutschen - Physik auf dem Spielplatz
Warum fällt man mit dem Fahrrad um, wenn es steht, nicht aber, wenn es fährt? Warum gewinnen Erwachsene auf der Wippe immer gegen Kinder? Und warum kann man vom Karussell aus mit der Wasserpistole niemals treffen? Klarer Fall, hier ist Physik im Spiel, die in dieser Vorlesung anhand von vielen Experimenten erklärt wird von Prof. Dr. Daniel Huster, Direktor des Instituts für Medizinische Physik und Biophysik, Universität Leipzig.

21. September 2012
, 16:30 Uhr: ABC - Warum können wir eigentlich lesen und schreiben?
Wir benutzen 26 Buchstaben. Aber wie ist unser lateinisches Alphabet zu uns gelangt, wie hat der Mensch angefangen zu schreiben und wie sehen die ältesten Schriftzeichen aus? Prof. Dr. Hans-Werner Fischer-Elfert, Geschäftsführender Direktor des Ägyptologischen Instituts der Universität Leipzig deckt auf, welche Verbindung zwischen Hieroglyphen und unserer Alphabetschrift besteht.

28. September 2012, 16:30 Uhr: Können wir unseren Augen trauen? - Die Geheimnisse des Lichts
Wie kommen die Farben in den Regenbogen und können Schatten farbig sein? Was hat die Frage, wie Licht durch ein enges Loch kriecht, mit einem iPhone oder Teleskop zu tun? Wie die Optik, die Lehre vom Licht, unseren Alltag durchdringt, wird Prof. Dr. Marius Grundmann zeigen, Abteilungsleiter Halbleiterphysik vom Institut für Experimentelle Physik II, Universität Leipzig.

05. Oktober 2012, 16:30 Uhr: Tatort Mückenmafia - ein Wasserfloh ermittelt
In dieser Vorlesung wird gegen die gemeine Hausmücke ermittelt, ein wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Virenschmuggel gesuchter Verbrecher. Iris Kröger vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Department System Ökotoxikologie lädt zu einer spannenden Verfolgungsjagd durch Luft und Wasser ein, bei der auch biologische Kampfstoffe zum Einsatz kommen.

12. Oktober 2012, 16:30 Uhr: Biologische Zellen - die Bausteine, aus denen wir gemacht sind
Haut, Gehirn, Muskeln - unser gesamter Körper besteht aus unzähligen Kraftwerken, den Zellen. Allein das menschliche Gehirn hat 20 Milliarden Nervenzellen, ungefähr so viele wie es Sterne am Himmel gibt. Prof. Dr. Josef Käs, Direktor des Instituts für Experimentelle Physik I an der Universität Leipzig, nimmt die kleinsten Bausteine unter die Lupe und gibt Antworten auf Fragen, woraus sie bestehen, ob sie miteinander reden oder intelligent sind.

Organisatorisches
45 Minuten dauert jede Vorlesung. Wer wenigstens drei Vorlesungen besucht hat, erhält am Ende ein Kinderuni-Diplom. Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund der begrenzten Plätze ist jedoch eine Anmeldung erforderlich über das Formular im Internet. Jedes angemeldete Kind erhält vor Ort seinen persönlichen Studienausweis, der gleichzeitig als Eintrittskarte gilt.